Berufspolitik

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Berufspolitik

Kurz vor Schluss: Wortungeheuer

Im Oktober dieses Jahres tritt die neue Heilmittel-Richtlinie in Kraft und es könnte – zumindest sprachlich – doch so einfach sein. Denn als der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die sprachtherapeutischen Verbände zur mündlichen Anhörung zur Novelle der Heilmittel-Richtlinie geladen hatte, stand auch die Frage der Berufsbezeichnung auf der Agenda. Wäre es …

01.01.2020 – Start in ein spannendes Verhandlungsjahr

Der Gesetzgeber hat alle aktuellen Spielregeln zur Teilnahme an der Heilmittel-Versorgung von GKV-Versicherten auf Null gesetzt. Neue bundeseinheitliche Rahmenverträge, eine erste Erhöhungsrunde der bundeseinheitlichen Preise, Vereinbarung der Indikationen für die Blankoverordnung: Das alles muss neu verhandelt werden. Nun gilt es, die damit verbundenen Chancen auch zu nutzen. iStock: Cimmerian

30.06.2020 – Neue Preise?!

Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 endet die Mindestlaufzeit für die aktuell geltenden bundeseinheitlichen Höchstpreise. Mit ihrer Einführung zum 1. Juli 2019 hat sich die Vergütung von Heilmittelleistungen zwar verbessert. Das Ende der Fahnenstange war damit aber noch lange nicht erreicht. iStock: fizkes

Bundesrahmenverträge: Aus diesen Gründen muss konsequent verhandelt werden

Der § 125 SGB V legt fest, welche Inhalte in den bundeseinheitlichen Rahmenverträgen geregelt werden müssen. Die folgenden elf Punkte verdeutlichen, worum es konkret geht und welche Veränderungen auf die Heilmittelerbringer zukommen (können). Konsequente Verhandlungen sind nun notwendig.

Fachtagung Therapiewissenschaften am 27. und 28. März 2020

Die Professionalisierung der Gesundheitsberufe ist eines der zentralen Themen der Fachtagung Therapiewissenschaften am 27. und 28. März 2020 in Brühl. Vor dem Hintergrund, dass die Modellklausel vor zehn Jahren den Weg für die Akademisierung in der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie auch in Deutschland freigemacht hat, sollen sowohl die Situation des …

Illustration eines Meetings mit bunten Sprechblasen

Das Zepter endlich selbst in die Hand nehmen

Angemessene Bezahlung für die Mitarbeiter auf der einen, wirtschaftliche Praxisführung auf der anderen Seite. Das stellt Praxisinhaber vor große Herausforderungen – besonders jetzt, wo mit der Vergütung auch die Ansprüche steigen. Leichter gelingen könnte der Spagat, wenn die Bezahlung von angestellten Mitarbeitern in ambulanten Heilmittelpraxen einheitlich geregelt wäre, zum Beispiel …

„Ausgebildete Physiotherapeuten wandern zunehmend ab in Krankenhäuser, die nach Tarif zahlen.“

In der Pflege werden zunehmend Fachkräfte abgeworben – vom ambulanten in den stationären Bereich. Der Hauptgrund: die bessere Bezahlung. Auch im Bereich der Physiotherapie spielt Abwanderung von Fachkräften aus ambulanten Praxen in stationäre Krankenhäuser stärker als bisher eine Rolle. Es locken eine Vergütung nach Tarif und bessere Sozialleistungen als in …

VAMOS-Studie: Modellstudiengänge in Regelbetrieb überführen

Die Modellstudiengänge für Gesundheitsberufe haben die Erwartungen erfüllt. Vier von fünf Bachelorabsolventen sind im Anschluss in der patientennahen Versorgung tätig. Das ist ein Ergebnis der Verbleibstudie der Absolventinnen und Absolventen der Modellstudiengänge in Nordrhein-Westfalen („VAMOS-Studie“). Die Modellstudiengänge bereiteten die Absolventen adäquat auf die Berufspraxis vor, so das Fazit der Autoren. …

Heilmittel-Richtlinie heute und Neufassung ab Oktober 2020

Der G-BA (Gemeinsame Bundesausschuss) hat die Neufassung der Heilmittel-Richtlinie beschlossen, die voraussichtlich ab Oktober 2020 in Kraft treten wird. Bis dahin vergeht fast noch ein ganzes Jahr, trotzdem sind viele Praxisinhaber neugierig. Deshalb hier schon einmal vorab eine Zusammenfassung: In der folgenden Übersicht dokumentieren wir die wichtigsten Änderungen der Neufassung. …

Wie weiter nach dem TSVG?

„Ratschlag zur Heilmittelversorgung – Wie weiter nach dem Terminservice- und Versorgungsgesetz? (TSVG)“ lautet das Thema einer Veranstaltung der Bundestagsfraktion DIE LINKE am 21. Oktober in Berlin. Eingeladen sind alle selbständigen und angestellten Therapeuten. iStock: pseudodaemon

Psychotherapeuten dürfen zukünftig Ergotherapie verschreiben

Approbierte Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sollen künftig Ergotherapie verordnen dürfen. Das sieht das Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung vor, welches der Bundestag am vergangenen Donnerstag verabschiedet hat. Ziel der Reform ist es, die Versorgung von insbesondere schwer psychisch kranken Menschen zu verbessern. iStock: CasperWilkens

Lasst uns endlich (be)handeln

Therapeuten, die ihre Patienten medizinisch sinnvoll behandeln wollen, müssen Tag für Tag überlegen, wie sie das Korsett an unsinnigen Verordnungsregeln umgehen können. Die GKV-Bürokratie und uninformierte Ärzte begrenzen die Möglichkeiten, Patienten angemessen zu versorgen. Höchste Zeit, der Heilmitteltherapie den Raum zu geben, den sie braucht, um zu wirken. Viele tausend …

Das behindert den Therapieerfolg

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz wirbelt die Heilmittelbranche ordentlich durcheinander. Besonders die Verbände sind nun in der Pflicht, das beste für die Therapeuten herauszuholen – bei den Rahmenverträgen, der Vergütung, den Zulassungsbestimmungen,… Also haben wir beim Therapiegipfel in Berlin bei Teilnehmern einmal nachgefragt, was Therapeuten daran hindert, großartige Therapie zu erbringen. …

„Der Direktzugang ist eine Möglichkeit, um bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen“

Maria Klein-Schmeink ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Sprecherin für Gesundheitspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. In dieser Funktion kümmert sie sich vor allem um Grundsatz- und Finanzierungsfragen, aber auch um Fragen der Versorgung, gerade im Bereich der Gesundheitsberufe. Klein-Schmeink

„Wir haben mit gut qualifizierten Therapeuten die Möglichkeit, verstopfte Arztzimmer zu entleeren.“

Roy Kühne ist Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und selbst Physiotherapeut. Wir haben ihn gefragt, wo es in der Heilmittelbranche noch hakt und an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, damit sich die Situation der Therapeuten zum Positiven verändert. Dr. Roy Kühne

„Es war für mich ein Schaulaufen der SHV-Verbände.“

Herr Flinner, mit welchen Erwartungen sind Sie zum 2. Therapiegipfel nach Berlin gefahren? Flinner: Ich habe an den SHV überhaupt keine Erwartungen, weil er völlig überflüssig ist. Er hat nichts dazu beigetragen, dass es im TSVG für die Therapeuten etwas Positives gibt. Es war die unorganisierte Therapeuten-Basis, die mit ihren …

Niedersachsen: Pflichtmitgliedschaft in Pflegekammer ist rechtens

Pflegekräfte in Niedersachsen müssen auch künftig Mitglieder der Pflegekammer sein. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat kürzlich zwei Klagen gegen eine Pflichtmitgliedschaft in der Pflegekammer Niedersachsen abgewiesen. „Die Belastung durch die Mitgliedschaft sei nicht so schwerwiegend, dass der Gesetzgeber sie nicht anordnen durfte“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts (Az.: …

Gipfel der verpassten Chancen

„Diskutieren Sie mit …“ hatte der „Spitzenverband der Heilmittelverbände“ (SHV) seine Einladung zum zweiten Therapiegipfel nach Berlin überschrieben. Und rund 500 Teilnehmer, davon viele Verbandsfunktionäre, waren gekommen, um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn anzuhören und mit dem SHV-Vorstand und „verantwortlichen Gesundheitspolitikern und kompetenten Fachleuten“ zu diskutieren. Arendt Scmolze, Kiel

ZVK: Berufsordnung für Physiotherapeuten aktualisiert

Der Beruf des Physiotherapeuten erfordert ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Die Grundsätze des beruflichen Handelns sind in der Berufsordnung formuliert. Kürzlich hat der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) eine aktualisierte Fassung herausgegeben, deren zehn Paragraphen unter anderem eine Orientierung zur Berufsausübung, zur Zusammenarbeit, zu Fort- und Weiterbildung und zur Schweigepflicht …

Physiotherapeut steht an Behandlungsliege

Verbände rufen zur Umfrage für Wirtschaftlichkeitsgutachten auf

Elf Heilmittelverbände rufen zur Teilnahme an einer Umfrage zur Wirtschaftlichkeit von Therapiepraxen auf. Mit den erhobenen Daten soll ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeitsanalyse ambulanter Therapiepraxen (WAT-Gutachten) erstellt werden. iStock: opico