Gesundheitspolitik

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Eine Hygienepauschale von 1,50 Euro? „Das ist lächerlich“

2014 befasste sich Robinson Ehlerding als frisch gebackener Inhaber einer Privatpraxis für Podologie das erste Mal mit dem Thema Preisfindung. Eine Kassenvergütung von etwa 27 Euro für eine Podologische Komplexbehandlung – das empfand er schon damals als zu wenig und setzte höhere Preise an. Aktuell rechnet er dafür 65,96 Euro …

Verschärfter Teil-Lockdown: Diese Regelungen gelten ab dem 1. Dezember

Gestern (25. November 2020) berieten Bund und Länder erneut darüber, wie es mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weitergeht. Das Ergebnis: Der Ende Oktober für den November beschlossene Teil-Lockdown wird erst einmal bis zum 20. Dezember verlängert, ergänzt durch einige verschärfte Regelungen, die ab dem 1. Dezember in Kraft …

GPVG: Abweichende Vereinbarungen für Hygienepauschale möglich

Zum Punkt „Abrechnung einer Hygienepauschale für Heilmittelerbringer“ sieht der Entwurf des Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetzes (GPVG – Stand 23.11.2020) folgende Änderungen des § 125b SGB V vor: Heilmittelerbringer sollen die Kosten für erhöhte Hygienemaßnahmen pauschal abrechnen können. Zudem wird aber auch klargestellt, dass abweichende vertragliche Vereinbarungen möglich sind.

Kein Testkonzept für kostenlose Corona-Tests erforderlich

Praxisinhaber, die für sich und ihre Mitarbeiter einen kostenlosen Corona-Test in Anspruch nehmen möchten, müssen dazu kein Testkonzept beim zuständigen Gesundheitsamt einreichen. Das hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf Anfrage des Deutschen Bundesverbandes für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs) bestätigt. Die Praxen sollten sich bei den Gesundheitsämtern vor Ort …

Anhörung: SHV gegen Verlängerung der Hygienepauschale von 1,50 Euro

In einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag hat sich der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) gestern (16.11.2020) gegen einen Änderungsantrag ausgesprochen, mit dem die Hygienepauschale von 1,50 Euro aufgrund der Corona-Pandemie verlängert werden soll. Bei der Anhörung ging es um Änderungsanträge zum Regierungsentwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und …

Corona-Schnelltests starten in den ersten Bundesländern

In den ersten Bundesländern kommen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bereits Corona-Schnelltests zum Einsatz. Zum Schutz vor Infektionen sollen laut entsprechender Verordnung, die seit Mitte Oktober gilt, besonders Menschen in Pflegeheimen und Kliniken verstärkt getestet werden. Für November hat der Bund neun Millionen Antigen-Schnelltests über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert, damit …

BMG startet Zusammenarbeit mit Google

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) startet eine Zusammenarbeit mit Google. Wer nach medizinischen Stichworten googelt, gelangt künftig in farblich hervorgehobenen Info-Kästen – sogenannten Knowledge Panels – per Link zum Nationalen Gesundheitsportal gesund.bund.de.

Fast 60 Prozent der Deutschen leiden an neurologischer Erkrankung

Mit fortschreitender Alterung der Gesellschaft werden neurologische Störungen zunehmen. Schon heute sind sie die dritthäufigste Ursache für Behinderungen und vorzeitigen Tod in den EU-Staaten. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der „European Academy of Neurologe“ (EAN), die kürzlich in der Fachzeitschrift „Lancet Public Health“ veröffentlicht wurde. In Deutschland …

#therapeuten_vergessen

Das Bundesgesundheitsministerium plant, die Modellklausel zur Erprobung von akademischen Ausbildungsangeboten in der Ergo-, Physiotherapie und Logopädie bis 2026 zu verlängern. Was sich im ersten Moment wie eine der üblichen Fristverlängerungen in Zeiten von Corona liest, offenbart auf den zweiten Blick die vollkommene Planlosigkeit der Gesundheitspolitik im Hinblick auf die schon …

Ausgabe 11/2020 – Mit einer Marke kann man die Rentabilität der Praxis erhöhen

Faktisch, informativ, ideenreich. Der interdisziplinäre Newsletter für Heilmittelerbinger "up|unternehmen praxis" bringt Sie über die aktuelle Gesundheits- und Berufspolitik, betriebswirtschaftliche Themen, sowie Abrechnungs- und Praxismanagement auf den neuesten Stand.

G-BA: Videobehandlungen nun bis Ende Januar 2021 möglich

Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die bereits bestehenden Sonderregelungen am Freitag (30. Oktober) erneut ergänzt. Sie gelten nun bundeseinheitlich vom 2. November bis zum 31. Januar 2021 und können je nach Entwicklung der Pandemie in Deutschland nochmals verlängert werden.

Kassenzahnärztliche Vereinigungen

Mecklenburg-Vorpommern: Vereinfachte Verordnung durch neue HeilM-RL

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung hat in den Verhandlungen im G-BA zur neuen zahnärztlichen HeilM-RL erreicht, dass die Besonderheiten der Heilmittelverordnung in der zahnärztlichen Versorgung gewahrt werden und das Verordnungsgeschehen für Zahnärzte und Patienten bürokratieärmer und versorgungsnäher ausgestaltet wird.

Videotherapie im Scheinwerferlicht

Ich habe mich spezialisiert, denn etwa 85 Prozent meiner Patienten leiden an Skoliose oder Skapula Alata. Videotherapie wende ich seit Herbst 2019 auf Privatverordnung an. Es gab teilweise große Skepsis bei den Patienten. Etwa 60 Prozent waren sofort begeistert, weitere 20 Prozent kamen hinzu, als der Lockdown länger anhielt.

Die Telematikinfrastruktur kommt

Die Telematikinfrastruktur (siehe Box) ist bei Ärzten, Zahnärzten, Apotheken und Krankenhäusern inzwischen fast vollständig umgesetzt. Ab dem 1. Juli 2021 dürfen auch Physiotherapeuten an der Telematikinfrastruktur teilnehmen – wenn denn alles klappt und rechtzeitig umgesetzt wird. Wichtiger Schritt zur Umsetzung ist die Schaffung des elektronischen Gesundheitsberuferegisters, damit elektronische Heilberufs- und …

Neue Corona-Regeln: Therapiepraxen bleiben offen

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben gestern (28. Oktober 2020) neue Corona-Regeln beschlossen, die ab Montag, den 2. November bis zum Monatsende gelten sollen. Mit diesen Maßnahmen, die das öffentliche Leben erneut massiv einschränken werden, erhofft man sich, die in letzter Zeit massiv gestiegene Zahl an Neuinfektionen einzudämmen. …

„Es steht außer Zweifel, dass es Veränderungen geben muss und auch geben wird“

Herr Rybak, das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) meldet pandemiebedingt im Juni um rund 1,2 Prozent geringere Einnahmen als im Vorjahr. Der vdek warnt vor „Mindereinnahmen bei wieder erhöhten Ausgaben“ für 2021 und damit vor akuter Finanznot. Sehen Sie die Finanzentwicklung der GKV für die kommenden Jahre genauso kritisch?

„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“

Ausgaben im Gesundheitsbereich dürften nicht immer nur als „Kosten“ diskutiert werden, sondern als Investitionen in die Zukunft – so eine der zentralen Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn auf der 180. Sitzung des Deutschen Bundestages. Im Rahmen dessen wurde auch der Haushaltsplan des Bundesministeriums für Gesundheit, der Einzelplan 15, thematisiert. Dr. …

Neue Testverordnung regelt Anspruch auf kostenlose Corona-Tests in Praxen

Mit Inkrafttreten der neuen Coronavirus-Testverordnung (TestV) zum 15. Oktober 2020 können sich Angestellte in Praxen humanmedizinischer Heilberufe nach §23 des Infektionsschutzgesetzes, also auch Therapiepraxen, unter bestimmten Voraussetzungen bis zu einmal pro Woche kostenlos mittels Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.

Telefonische Krankschreibung bis Ende 2020 möglich

Bereits gestern hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, dass erneut eine bundesweite Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege bis Ende des Jahres greifen wird. Das Gremium des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat nun heute (15. Oktober 2020) einem entsprechenden Beschluss einstimmig zugestimmt.

G-BA leitet Beratungsverfahren zur Videotherapie ein

Das Plenum des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat gestern (15. Oktober 2020), einstimmig beschlossen, dass ein Beratungsverfahren zur Überprüfung der Heilmittel-Richtlinie und zahnärztlichen Heilmittel-Richtlinie zu Maßnahmen der Heilmitteltherapie als telemedizinische Leistung (Videotherapie) eingeleitet werden soll.