Gesundheitspolitik

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Kommentar zur neuen Anlage 3 der HeilM-RL

Die neue Anlage 3 der Heilmittel-Richtlinie ist ein Missverständnis, schränkt die Autonomie der Heilmittelerbringer ein und verstärkt die Verordnungsbürokratie – ein Kommentar zum Änderungsbeschluss zur Neufassung der Heilmittel-Richtlinie. iStock: BrianAJackson

Neue Anlage 3 zur Heilmittel-Richtlinie

Die aktuelle Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) legt bei nachträglichen Veränderungen einer Heilmittelverordnung fest, dass bis auf wenige Ausnahmen der Arzt mit Handzeichen und Datum die Änderung quittieren muss. Abweichend von dieser Regelung sehen Rahmenverträge zwischen GKV und Heilmittelverbänden weitreichende Ausnahmen vor. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) jetzt mit einem Änderungsbeschluss zur …

Ab Januar 2020: G-BA erleichtert Verordnung von MLD bei Lipödem

Bislang konnte MLD bei Lipödem-Patienten nur dann verordnet werden, wenn zusätzlich ein Lymphödem diagnostiziert wurde. Das hat der G-BA mit einem Änderungsbeschluss zur Neufassung der Heilmittel-Richtlinie am 22.11.2019 geändert. In seiner Stellungnahme zur Neufassung der Heilmittel-Richtlinie im September 2018 hatte der Spitzenverband der Heilmittelerbringer gefordert, das Lipödem als eigenständige Indikation …

Experten fordern flächendeckendes Diabetes-Screening

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat kürzlich darauf hingewiesen, dass Menschen mit Diabetes in Deutschland zunehmend unterversorgt sind. Sie fordert bei einer stationären Aufnahme ein routinemäßiges Diabetes-Screening für alle Patienten über 50 Jahren. So könnten Komplikationen während der Klinikbehandlung vermieden werden. Aktuelle Studien zeigten, dass jeder vierte Krankenhauspatient an Diabetes …

Datenschutz?…! Digitale Versorgung-Gesetz

Antworten von Niels Köhrer, externer Datenschutzbeauftragter für Praxen in der therapie.cloud Der Bundestag hat Anfang November dem neuen Gesetz zugestimmt. Ab 2020 soll es in Kraft treten und nach und nach zu Maßnahmen verpflichten. Zum Beispiel soll es zukünftig möglich sein, Gesundheits-Apps auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen verordnen zu lassen. …

Themenschwerpunkt: Digitale Versorgung-Gesetz

Eine bessere gesundheitliche Versorgung durch Digitalisierung und Innovation. Dieses Ziel verfolgt laut eigenem Titel das Digitale Versorgung-Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Am 07.11.2019 wurde es durch den Bundestag verabschiedet. Neben der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und dem E-Rezept für Medikamente soll es dann künftig auch für Heil- und Hilfsmittel elektronische Verordnungen geben. …

Digitale Versorgungs-Gesetz: Das steht drin!

„Wir machen die Patientenversorgung digitaler und damit auch patientenfreundlicher und besser“, mit diesem Satz verkündete Jens Spahn am 7. November 2019 den Beschluss des Digitale Versorgung-Gesetzes (DVG) im Bundestag. Es soll im Januar 2020 in Kraft treten. Viele damit einhergehenden Änderungen betreffen vorerst in erster Linie Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten. …

Meinungsbild zum DVG

Von einem Gesetz, das das Wort „besser“ im Namen trägt, kann man einiges erwarten. Auch die Heilmittelbranche blickt gespannt darauf, ob das im November verabschiedete „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (DVG) wirklich hält, was es suggeriert. Unter Therapeuten besonders im Gespräch ist das gesetzliche Vorhaben, die …

Telematikinfrastruktur: Darum geht‘s

Neben den umstrittenen digitalen Gesundheitsanwendungen spielen die Telematikinfrastruktur und deren Anwendung eine zentrale Rolle im Digitale Versorgung-Gesetz (DVG). Ärzte und Psychotherapeuten müssen seit dem 29. Juni 2019 an die TI angeschlossen sein. Für Physiotherapeuten ist eine freiwillige Anbindung an die TI für Juli 2021 geplant. Bis dahin bleibt Ihnen ausreichend …

„Wir versuchen, Therapeuten niederschwellige Alternativen zur TI anzubieten.“

Dr. Ulf Maywald kümmert sich zusammen mit ungefähr 160 Mitarbeitern bei der AOK PLUS um die Versorgung der Versicherten mit Arznei- und Heilmitteln. Wir wollten von ihm wissen, wie er zu dem Thema Apps auf Rezept steht und was er davon hält, dass Heilmittelleistungserbringer im Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) bis dato …

TI: Sorgenkind Datenschutz

Sicherheitslücken in der Telematikinfrastruktur (TI) – davor warnte der MEDI Verbund Ende Juni 2019. Und damit ist er nicht alleine, immer wieder wird in den Medien über mangelnde Sicherheit in der TI berichtet. In vielen Fällen ist der Grund dafür, dass der Aufbau in vielen Praxen nicht entsprechend der Empfehlungen …

„Die Weichen für eine bessere Versorgung von Mukoviszidose-Patienten sind gestellt.“

Physiotherapie bildet einen wichtigen Baustein in der Behandlung von Mukoviszidose. Eine konsequente Atemphysiotherapie hilft, den zähen Schleim, der sich in den Atemwegen der Betroffenen bildet, zu lösen. Auf diese Weise wird Bakterien der Nährboden entzogen – die Häufigkeit von Bronchialinfektionen und Lungenentzündungen nimmt ab. Doch deutschlandweit fehlen Strukturen, die die …

Mukoviszidose: 100 Kilometer zum nächsten Therapeuten

An einem Tag fährt Stefanie Rosenberger gut und gerne mehrere hundert Kilometer mit dem Auto. Als Außendienstmitarbeiterin wäre das völlig normal, als Physiotherapeutin eher nicht. Und dennoch nimmt sie die Strecken auf sich, denn sie weiß: Macht sie es nicht, tut es im näheren Umkreis keiner. In ganz Deutschland mangelt …

VAMOS-Studie: Modellstudiengänge in Regelbetrieb überführen

Die Modellstudiengänge für Gesundheitsberufe haben die Erwartungen erfüllt. Vier von fünf Bachelorabsolventen sind im Anschluss in der patientennahen Versorgung tätig. Das ist ein Ergebnis der Verbleibstudie der Absolventinnen und Absolventen der Modellstudiengänge in Nordrhein-Westfalen („VAMOS-Studie“). Die Modellstudiengänge bereiteten die Absolventen adäquat auf die Berufspraxis vor, so das Fazit der Autoren. …

Bundesregierung prüft härtere Vorschriften für Heilpraktiker

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erwägt offenbar einschneidende Veränderungen beim Heilpraktiker-Beruf – inklusive einer möglichen Abschaffung des Berufsstandes. Das berichtete das ARD-Magazin „Panorama“ in Zusammenarbeit mit dem Onlinemagazin „MedWatch“. Das Ministerium hat eine Ausschreibung für ein Rechtsgutachten veröffentlicht, das mögliche Optionen ausloten soll. iStock: Kerrick

Foto von Globuli/Homöopathika und Stößel

GKV-Zusatzbeitrag steigt 2020 auf 1,1 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird im nächsten Jahr um 0,2 Prozent auf 1,1 Prozent steigen. Das gab das Bundesministerium für Gesundheit kürzlich bekannt. Gewollte Verbesserungen in der Versorgung und medizinischer Fortschritt ließen die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. …

Zurücklehnen und zuschauen

Eine bessere gesundheitliche Versorgung durch Digitalisierung und Innovation. Dieses Ziel verfolgt laut eigenem Titel das Digitale-Versorgung-Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Gestern (07.11.2019) hat der Bundestag es verabschiedet. Neben der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und dem E-Rezept für Medikamente soll es dann künftig auch für Heil- und Hilfsmittel elektronische Verordnungen geben. Das Gesetz …

DVfR: Teilhabe von Kindern im Vorschulalter verbessern

Viele Familien mit Vorschulkindern mit (drohender) Behinderung oder chronischer Erkrankung befinden sich in schwierigen Lebenslagen. Neben sozialen Problemen erhalten oft nicht alle Kinder eine angemessene Förderleistung, die sie für ihre Teilhabe brauchen, so die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). In einem Positionspapier befasst sie sich nun mit den aktuellen und …

Gruppe von Kindern schneidet Grimassen

Masern-Impfpflicht auch für Gesundheitspersonal

Ab März 2020 soll eine allgemeine Masern-Impflicht gelten. Das hat die Bundesregierung kürzlich beschlossen. Danach müssen nicht nur Schul- und Kindergartenkinder einen Impfnachweis erbringen, sondern auch medizinisches Personal, das nach 1970 geboren ist. Wer die Impfung verweigert, dem drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro. iStock: Astrid860

DVG: Bundesrat will Therapeuten stärker einbinden

Das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) soll nach einem Beschluss des Bundesrats hinsichtlich der Beteiligung von Heilmittelerbringern geändert werden. Zum einen soll geprüft werden, „ob die Verordnungsfähigkeit von digitalen Gesundheitsanwendungen auf weitere Leistungserbringer als den behandelnden Arzt erweitert werden kann“. Denn „der Behandler kann dabei auch ein Psychotherapeut oder Physiotherapeut sein“. Ferner …

Futuristisches Tablet mit Gesundheitsinformationen