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Beckenbodentraining spielt bei männlicher Harninkontinenz zentrale Rolle

Mehr als jeder zehnte Mann in Deutschland leidet an Harninkontinenz. Die Prävalenz liegt bei bis zu 35 Prozent und steigt mit zunehmendem Alter. Die Lebensqualität der Betroffenen ist deutlich eingeschränkt. Aus Angst und falscher Scham scheuen viele jedoch den Weg zum Hausarzt oder Urologen.
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Es werden drei Formen der Harninkontinenz unterschieden: Die Belastungsinkontinenz ist oft Folge einer radikalen Prostataektomie aufgrund eines Prostatakarzinoms. Daneben tritt die Dranginkontinenz meist in Zusammenhang mit einer gutartigen Prostatavergrößerung oder einer neurogenen Erkrankung auf. Die Mischinkontinenz vereint unterschiedliche Ursachen, die in keinem direkten Zusammenhang stehen. Die Erst-Linien-Therapie der postoperativen Belastungsinkontinenz ist die konservative Therapie. Dabei spielt das Beckenbodentraining eine zentrale Rolle. Es sollte unter physiotherapeutischer Anleitung erfolgen – möglichst schon vor der Operation und früh nach Katheterzug. Entscheidend für den Erfolg ist die Integration der Übungen in den Alltag des Betroffenen.

Quelle: B. Ziegelmüller et al., MMW – Fortschritte der Medizin, Ausgabe 5/2021 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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