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Auch Hauttyp entscheidet, ob Sonnenlicht vor MS schützt

Sonnenlicht schützt vor Multipler Sklerose (MS), doch das liegt nicht allein am Vitamin D. Entscheidend sei unter anderem wohl auch der Hauttyp, erläuterte Professor Heinz Wiendl von der Universität Münster auf dem virtuellen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).
© iStock: haakiarslan

Etwa 2,5 Millionen Menschen weltweit leiden an MS, in Deutschland rund 200.000. Die Entstehung der chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zentralen Nervensystems liegt weitgehend im Dunkeln, hat aber offenbar auch mit Helligkeit zu tun: Auffällig sei nämlich, dass Nordeuropäer, Nordamerikaner und Kanadier deutlich häufiger daran erkranken als Menschen aus Ländern in Äquatornähe. Wiendl bezog sich auf Studien, in denen nachgewiesen werden konnte, dass Vitamin D aber nicht der einzige Mediator für die Schutzwirkung von Sonnenlicht sei. Es scheine auch vom Hauttyp abzuhängen, wer wie stark vom UV-Licht profitiert. So zeigten Resultate der „Sunshine Study“, dass  Vitamin D nur das MS-Risiko von hellhäutigen Personen senke, nicht das von Afroamerikanern oder Latinos.

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