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Kassenärztliche Vereinigungen

Schleswig-Holstein: Wichtige Informationen zur Verordnung von Podologie

Die KV Schleswig-Holstein (KVSH) informiert ihre Vertragsärzte darüber, was Ärzte zur Verordnung von Podologie wissen müssen. Seit dem 1. Juli 2020 ist die Verordnung von podologischer Therapie nicht mehr auf Schädigungen am Fuß in Folge eines Diabetischen Fußsyndroms begrenzt. Um Folgeschäden zu verhindern, können Ärzte Podologie nun auch bei Schädigungen aufgrund einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie oder eines Querschnittsyndrom verschreiben.

Die KVSH weist darauf hin, dass eine podologische Therapie nur dann in Betracht kommt, wenn ohne diese Behandlung unumkehrbare Folgeschädigungen der Füße, etwa aufgrund von Entzündungen und Wundheilungsstörungen, entstehen können. Zudem darf Podologie nur bei Schädigungen am Fuß verordnet werden, die keinen Hautdefekt aufweisen. Das entspricht Wagner-Stadium 0 sowie Stadium 1 bei eingewachsenen Zehennägeln. Bei Wagner-Stadium 1-5 sowie Stadium 2 und 3 bei eingewachsenen Zehennägeln wird die Behandlung als ärztliche Leistung, zum Beispiel durch Chirurgen, erbracht.

Quelle: KV Schleswig-Holstein, Nordlicht, Ausgabe 9/2020 | kostenfreier Volltextzugriff

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