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Neuerungen Leitlinie LONTS: Nicht-medikamentöse Therapie hervorgehoben

Die S3-Leitlinie LONTS („Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen“) wurde zum zweiten Mal kritisch überprüft und überarbeitet. Die Indikationen für Opioide wurden durch konsensbasierte Empfehlungen weiter eingeschränkt und es wird verstärkt auf den Einsatz nicht-medikamentöser Therapien hingewiesen.

Beispielhaft sei hier die von der Konsensgruppe als stark eingestufte Empfehlung genannt, dass physiotherapeutische Verfahren eine medikamentöse Schmerztherapie ergänzen sollen. Die Auswahl der nicht-medikamentösen Behandlungen solle sich nach bestehenden deutschen Leitlinien für die jeweiligen Krankheiten mit Leitsymptom chronischer Schmerz richten. Neu aufgenommen wurde u. a. zudem die Empfehlung, dass die Einnahme von Opioiden auf Patienten mit einem nach ärztlich/psychologisch/physiotherapeutischer Einschätzung relevanten somatischen Anteil in der Schmerzentstehung und Aufrechterhaltung und unzureichendem Ansprechen auf nicht-medikamentöse Therapien beschränkt werden sollen.

Quelle: W. Häuser et al., Der Schmerz, Ausgabe 3/2020 | + kostenpflichtiger Volltextzugriff

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