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SEO-Mythen entlarvt

5 Tipps, wie Sie Ihr Google-Ranking verbessern
Sie haben eine Website. Das ist schon einmal großartig. Nun besteht die Kunst darin, dass Patienten Sie im Internet auch finden – unter gängigen Suchbegriffen. Sie wundern sich vielleicht, dass Sie für bestimmte Wortkombinationen bei Google nicht mehr auf den vorderen Plätzen stehen. Dabei haben Sie Ihre Website doch vor ein paar Jahren extra professionell optimieren lassen. Hier einige Tipps, worauf Sie achten sollten.
SEO-Mythen entlarvt

1. Investieren Sie nicht nur in IT, sondern auch gute Texte

Es ist absolut richtig, dass die technischen Grundlagen wichtig für eine gute Suchmaschinenoptimierung sind. Fotos sollten schnell laden, alle Bilder benötigen Beschreibungen und die Meta-Tags müssen vollständig sein. Damit ist es aber nicht getan. Möchten Sie Ihre Website optimieren, brauchen Sie vor allem gute Inhalte – also Texte. Diese sollten nicht zu kurz sein, sondern ausreichend Informationen enthalten. Die Keyword-Tools in WordPress zeigen zum Beispiel an, ob ein Text lang genug ist. Kürzer als 2.500 Zeichen inklusive Leerzeichen ist nicht ratsam. Trauen Sie sich nicht selbst zu, diese Inhalte zu verfassen, suchen Sie sich ein Redaktionsbüro oder eine Textagentur, die sich mit SEO-Texten auskennt.

2. Vermeiden Sie Keyword-Wüsten in Ihren Websitetexten

In akribischer Feinarbeit haben Sie damals all Ihre Websitetexte mit wichtigen Keywords versehen. Die Startseite ist voll mit „Physiotherapie Bad Segeberg“, die Seite zur Manuellen Therapie entsprechend mit „Manuelle Therapie Bad Segeberg“ oder „Rückenschmerzen Manuelle Therapie“. Standen Sie 2012 noch an der Spitze bei der Google-Suche, finden Sie sich nun erst auf der zweiten Seite. Was ist passiert?

Ganz einfach. Google ist intelligenter geworden. Die Suchmaschine kann Texte quasi lesen und verstehen. Sie merkt, wenn Sie sie mit einer Keyword-Flut überlisten wollen und straft Sie schlimmstenfalls ab. Google möchte seinen Nutzern wertvolle Inhalte anzeigen. Das bedeutet, dass die Artikel, die Sie auf Ihrer Website veröffentlichen, Ihren Lesern einen Mehrwert bieten und somit gut lesbar geschrieben sein sollten. Google erkennt mittlerweile auch Synonyme. Verwenden Sie daher statt Physiotherapie zum Beispiel auch ruhig mal den Begriff Krankengymnastik. Die Suchmaschine kann anhand der Texte erkennen, was Sie meinen.Der Vorteil: Was Google mag, gefällt auch Ihren Patienten. Also fragen Sie sich: Was möchten diese lesen? Welche Informationen erhoffen sie auf Ihrer Website? Beschreiben Sie daher auch ruhig einmal etwas ausführlicher, welche Methoden bei Rückenschmerzen zum Einsatz kommen können, wie eine Behandlung bei Ihnen abläuft und welche Übungen Patienten zuhause ausführen können. Das wird auch Google zu schätzen wissen.

3. Verwenden Sie spezielle Keywords

„Ergotherapie Berlin“, „Manuelle Therapie Hamburg“ oder „Sprechtraining“ sind Keywords, die wahrscheinlich alle verwenden – vor allem größere Praxen und Einrichtungen werden damit eher Erfolg haben. Daher sollten Sie sich nicht allzu sehr darauf versteifen, gerade bei den beliebtesten Suchbegriffen auf Platz 1 bei Google zu landen. Überlegen Sie lieber einmal genau, welche Besonderheiten Ihre Praxis bietet. Haben Sie einen Schwerpunkt? Oder arbeiten Sie mit bestimmten Methoden? Legen Sie lieber auf solche spezielleren Keywords Ihren Fokus.

Hinweis: Gerade bei Therapiepraxen kommt es bei der Mehrheit der Patienten darauf an, dass die Praxis in Wohnort- oder Arbeitsnähe liegt. Dazu verwenden viele GoogleMaps. Benötigen Patienten jedoch eine besondere Behandlung bei Skoliose, nach einem Schlaganfall oder für das Kind, suchen sie nach bestimmten Begriffen – dort sollten Sie ansetzen.

4. Verschwenden Sie kein Geld für gekaufte Back-Links

Auch das ist eine Methode von gestern. Mittlerweile merkt Google ganz genau, welche Links, die zu Ihrer Seite führen, wertvoll sind und welche Sie gekauft haben. Lassen Sie das. Ja, es ist nach wie vor ein gutes Zeichen, wenn andere Praxen, Initiativen und Co. zu Ihrer Praxis verlinken, aber diese sollten echt sein. Investieren Sie das Geld statt für schlechte Back-Links lieber in gute Texte oder ein neues, schickes Design.

5. Seien Sie geduldig, Erfolg braucht seine Zeit

Nun haben Sie extra in eine SEO-Optimierung investiert. Eine Agentur hat Ihnen Ihre Seite technisch auf Vordermann gebracht und auch neue Texte geschrieben. Jeden Tag gucken Sie nun, ob sich an Ihrem Google-Ranking etwas tut. Aber nein, nichts. Sie sind maßlos enttäuscht. War die ganze Investition umsonst?

Nein, natürlich nicht. Sie müssen Geduld haben. So schnell ist Google nicht, beziehungsweise dauert es ein wenig, bis Google die neuen Inhalte erfasst und als wertvoll einstuft. Wichtig ist zudem, dass Sie die Texte immer aktuell halten. Es sollte also auf Ihrer Seite immer mal etwas passieren. Dazu eignet sich ein Blog oder ein News-Bereich, in dem Sie zweimal wöchentlich auf Neuigkeiten hinweisen können: Die Krankenkassen übernehmen neue Behandlungen, es ändert sich etwas auf den Verordnungen, das Patienten wissen sollten oder der Sommerurlaub der Praxis steht an.

Wichtig: Google ändert seine Kriterien für gute Platzierungen unzählige Male im Jahr. Da den Überblick zu behalten, ist kaum möglich – und auch nicht immer nötig. Wenn Sie sich im Internet über die neuesten Entwicklungen informieren, achten Sie darauf, dass die Artikel so aktuell wie möglich sind. Was vor einem halben Jahr galt, kann heute schon wieder veraltet sein. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein möchten, wenden Sie sich an Profis – das kostet allerdings auch immer etwas Geld.

 

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