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Urteil: Sektoraler Heilpraktiker für Logopäden möglich – aber nicht für Ergotherapeuten

Eine ausgebildete Logopädin kann eine sektorale Heilpraktikererlaubnis für das Gebiet der Logopädie erhalten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG)  in Leipzig kürzlich entschieden. In einem weiteren Verfahren, in dem eine Ergotherapeutin geklagt hatte, hatte hingegen die Revision des Landes Baden-Württemberg Erfolg (Az. 3 C 8.17).
© iStock: utah778

Eine ausgebildete Logopädin mit eigener Praxis in Baden-Württemberg hatte geklagt, weil das Land ihren Antrag auf eine sektorale Heilpraktikererlaubnis 2015 mit der Begründung abgelehnt hatte, dass die Erlaubnis grundsätzlich nur unbeschränkt erteilt werden könne. Das Bundesverwaltungsgericht (BVG) wies nun in letzter Instanz die Revision des Beklagten zurück. Voraussetzung für eine auf die Logopädie beschränkte Heilpraktikererlaubnis sei allerdings, dass sie sich einer eingeschränkten Kenntnisprüfung unterziehen müsse.

Das Urteil vom 10.10.2019 ist nun auch im Volltext erschienen: https://www.bverwg.de/de/101019U3C8.17.0

(Ergänzung vom 27.02.2020)

In einem Parallelverfahren, in dem die Klägerin für den Bereich der Ergotherapie eine sektorale Heilpraktikererlaubnis angestrebt hatte, hatte hingegen die Revision des Beklagten Erfolg. Die Richter verwiesen den Fall zur weiteren Sachaufklärung zurück an den Verwaltungsgerichtshof, denn das Bundesverwaltungsgericht könne die erforderlichen tatsächlichen Feststellungen zur Gefahrengeneigtheit der beabsichtigten Tätigkeit nicht selbst treffen.

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Cathrin Pasedag
23.10.2019 7:22

Ich wohne in Mecklenburg- Vorpommern und habe die Erlaubnis zur… Weiterlesen »

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