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Datenschutz?…! Kurze Frage: Welche Daten haben Sie überhaupt von mir?

Von Niels Köhrer, externer Datenschutzbeauftragter für up|plus-Kunden

Eine kurze Frage kann eine lange Antwort nach sich ziehen. So kann es kommen, wenn jemand bei Ihnen einen Auskunftsanspruch nach der DSGVO geltend macht. Der Auskunftsanspruch dient eigentlich dem Zweck, zu kontrollieren, ob die Daten von der Person richtig verarbeitet wurden bzw. werden.

Das Unternehmen müsste daraufhin spätestens innerhalb eines Monats über sämtliche zu der Person gespeicherten Daten informieren und, falls gewünscht, weitere Informationen, wie Verarbeitungszweck, Kategorien personenbezogener Daten und z. B. die Speicherdauer liefern. Möglicherweise wird sogar eine Kopie der Daten verlangt.

Wenn aber nun die Person seit mehreren Jahren in die Praxis zur Behandlung kommt, können sich erhebliche Datenmengen anhäufen, die jetzt herausgegeben werden müssten. Das kann einiges an Nerven und Arbeitszeit kosten, wenn man darauf nicht vorbereitet ist. Diese Auskunftsansprüche werden nun nicht ausschließlich nur von Datenschutz-Interessierten gestellt, sondern auch aus verschiedensten Gründen von vermeintlichen „Querulanten“.

Bei einer unterlassenen oder nicht vollständigen Auskunft drohen jedoch Bußgelder, daher sind diese Auskunftsansprüche ernst zu nehmen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten die Auskunft noch im angemessenen Rahmen zu halten. Am besten wenden Sie sich hierfür direkt nach Erhalt der meist in Form eines Mustertexts formulierten Auskunftsanfrage an Ihren Datenschutzbeauftragten, um die  Auskunft ordnungsgemäß und ohne unnötigen Aufwand erfüllen zu können.

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