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Bedeutung der Physiotherapie bei Gelenk-OP

Empfehlungen der Fachgesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie

Bedeutung der Physiotherapie bei Gelenk-OP

Zum Erfolg einer Gelenk-Operation können auch die Patienten selbst beitragen. Tipps, wie sie sich vor und nach dem Eingriff Verhalten können, um den Behandlungserfolg aktiv zu unterstützen, hat die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) in einen 10-Punkte-Plan zusammengestellt.

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Die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie ist die größte Fachgesellschaft ihrer Art in Europa. In ihren Empfehlungen hebt sie auch die besondere Rolle der Physiotherapie in diesem Bereich hervor. Praxisinhaber können diese Argumente nutzen, um die Bedeutung ihrer Arbeit gegenüber Patienten wie auch Ärzten zu untermauern. Machen Sie die Informationen auf Ihrer Praxis-Website und im Rahmen von Informationsbroschüren zugänglich.

Rolle der Physiotherapie bei OP-Vorbereitung

Bereits vor der Operation können Patienten sich vorbereiten und so einen positiven Ausgang begünstigen. Häufig liegen zwischen der Vereinbarung des Termins und der Operation mehrere Wochen. Diese sollten die Patienten nutzen – auch mit Hilfe eines Physiotherapeuten. Auf Nachfrage von up führt die AGA aus: „Eine physiotherapeutische Vorbereitung auf eine geplante Operation macht in vielen Fällen Sinn.“ Mit gezielten Übungen und Anwendungen könne beispielsweise nach einer akuten Kreuzbandverletzung bereits vor der Operation die Beweglichkeit verbessert, die Schwellung abgebaut und die Muskulatur gekräftigt werden. „Je stärker und beweglicher das Gelenk vor einem Kreuzbandersatz ist, desto schneller und leichter geht die Rehabilitation nach dem Eingriff“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Durch die abschwellende Wirkung einer Lymphdrainage könne ein operativer Eingriff häufig früher durchgeführt werden. „Dies ermöglicht dem Patienten im zeitlichen Verlauf einer Verletzung und deren Versorgung eine schnellere Wiederherstellung und damit auch schnellere Rückkehr in den gewohnten Alltag“, erklärt die AGA.

Nachbehandlung nur durch Fachkräfte

In ihrem 10-Punkte-Plan betont die Fachgesellschaft zudem, wie wichtig gerade die Nachbehandlung mit Physiotherapie sei, um die Funktionalität nach einer Gelenk-OP wieder voll herzustellen. „Nur ein ausgebildeter Physiotherapeut kann die OP-Unterlagen richtig lesen und anhand der Vorgaben des Operateurs passende Heil-Übungen am und mit dem Patienten durchführen“, heißt es im 10-Punkte-Plan. So lassen sich Nebenerscheinungen, die beispielsweise bei einseitiger Be- und Entlastung entstehen können, mindern oder ganz verhindern.

Patienten zur Mitarbeit motivieren

Nicht nur während der Physiotherapie, auch im Alltag können Patienten zu ihrem Heilungserfolg beitragen. So fordert Punkt neun des 10-Punkte-Plans der AGA Patienten zur Mitarbeit auf: „Übungen, die der Physiotherapeut empfiehlt, gilt es in den Alltag zu integrieren, sei es zu Hause oder im Büro.“ So können etwa Wartezeiten und Pausen für kleine Übungen zwischendurch genutzt werden. Physiotherapeuten und Patienten erreichen so gemeinsam das Ziel, nach und nach die Funktion des Gelenks wiederherzustellen und einen normalen Alltag zu ermöglichen. Wichtig ist auch hier die professionelle Anleitung.

Physiotherapie gleicht Defizite aus

Vor der Rückkehr in den Alltag sollten sich die Patienten einer abschließenden ärztlichen Untersuchung unterziehen und „mit dem behandelnden Physiotherapeuten noch bestehende Defizite z.B. der Muskulatur, Beweglichkeit oder Koordination analysieren und beheben“. Dies ist wichtig, um Schäden zu verhindern, die entstehen könnten, wenn die Patienten ein Gelenk nach der Operation wieder voll belasten – sei beim Sport oder im Alltag.

Hier finden Sie den 10-Punkte-Plan der AGA: https://www.aga-online.de/presse/aktuelles/559

 

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