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Aktion „Hygiene ist kein Witz“: Kritik an zu niedriger Hygienepauschale

Mit der Aktion „Hygiene ist kein Witz“ will eine Gruppe um den Protest-Radfahrer Heiko Schneider (up berichtete) auf die zu niedrige Hygienepauschale aufmerksam machen. Für den Mehraufwand zahlen die Krankenkassen auf Weisung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) im Zeitraum vom 5. Mai bis 30. September eine sogenannte Hygienepauschale. Diese beträgt je Verordnung 1,50 Euro - zu wenig, wie die Therapeuten auf der Website von Therapeuten am Limit kritisieren.
© Therapeuten am Limit

Bei der typischen Verordnungsmenge in der Logopädie und Ergotherapie von zehn Einheiten je Verordnung seien das 15 Cent für eine Therapieeinheit. In der Physiotherapie seien das bei sechs Einheiten 25 Cent und bei einer Lymphdrainage mit 24 Einheiten nur 0,063 Cent. Allein die Materialkosten betragen mindestens 2,50 Euro, heißt es weiter. Rein symbolisch haben die Therapeuten einen Kompetenz-Hilfsfonds für das BMG eingerichtet, „denn dort weiß man scheinbar nicht, wieviel der Mehraufwand tatsächlich kostet“.

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