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Glosse

Kurz vor Schluss: „Ich hätte gern die Tennis-OP“

Regelmäßig gehen wir Publikationen für Ärzte durch, um zu sehen, was dort so über Heilmittelbehandlungen und andere Themen, die Therapeuten interessieren könnten, geschrieben wird. In der Regel lesen Sie die Ergebnisse in den Therapie Abstracts unserer Fachbeilage up_therapiemanagement. Doch manchmal stoßen wir auf ein besonderes Fundstück, dass uns zum Schmunzeln bringt. Das landet dann hier.
Kurz vor Schluss: „Ich hätte gern die Tennis-OP“
© edwardo-live

So hat Ende Dezember der Artikel „Sport mit Hüftendoprothese ist sinnvoll“ auf aerzteblatt.de unser Interesse geweckt. Es ging darin, wie die Überschrift schon ganz richtig vermuten lässt, um Bewegung mit Hüftendoprothese: Sport sei sinnvoll, führe nicht – wie in der Vergangenheit befürchtet – zu vorzeitigem Materialverschleiß und gerade Hüftprothesen tolerieren heute deutlich mehr Aktivität. So weit so unspektakulär, bis zum letzten Absatz. Dort wird empfohlen, vor dem Eingriff die gewünschten Sportarten mit dem Operateur zu besprechen, damit gezielt das bestmögliche Verfahren im Hinblick auf die künftigen Belastungen ausgewählt werden könne.

Heißt das nun, dass man künftig entscheiden kann, ob man nun lieber die Tennis-Hüft-OP oder doch eher die für Langstreckenläufe hätte? Wie sieht es mit Menschen aus, die verschiedene Sportarten betreiben: Müssen sie sich zwischen Skifahren, Rudern und Tanzen entscheiden? Oder gibt es Kombi-Angebote, etwa die Wintersport-OP oder die für den Ausdauersport? Sollten sich passionierte Rennfahrer den Ferrari unter den Hüftendoprothesen einsetzen lassen und dafür aufs Golfen verzichten?

Und was ist mit anderen Gelenken? Gehören zur Tennis-Hüfte dann auch Tennis-Knie und -Sprunggelenk? Muss man sich beim ersten Gelenkersatz auf seinen Lieblingssport festlegen oder lässt sich die Golf-Hüfte später noch mit dem Marathon-Knie kombinieren? Wäre das vielleicht sogar eine gute Kombination, wenn man in mehreren Sportarten aktiv bleiben möchte? Und wie sieht es eigentlich aus in Sachen „Fair Play“? Verschafft man sich mit der speziell angepassten Gelenk-OP etwa einen unlauteren Vorteil im lokalen Tennisverein?

Fragen über Fragen – wir hoffen, das Ärzteblatt wird uns über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Wir geben die Informationen dann natürlich hier an Sie weiter.

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