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Rahmenvertrag Physiotherapie: Schiedsspruch ohne Leistungsbeschreibung und Vergütungsvereinbarung

Der Schiedsstellentermin der maßgeblichen Physiotherapieverbände mit dem GKV-Spitzenverband endete am 26. Februar 2021 zwar mit einem Schiedsspruch, wesentliche Entscheidungen zu Vergütung und der Leistungsbeschreibung wurden jedoch vertagt, wie der Verband Physikalische Therapie (VPT) mitteilt.
© iStock: Deagreez

Die Schiedsstelle habe für die Erhöhung der Vergütung lediglich festgelegt, dass zum Ausgleich der Kostenentwicklung im Zeitraum 1. Juli 2019 bis 31. Dezember 2020 eine Vergütungserhöhung um 1,48 Prozent erfolgt, berichtet der VPT. Auf Grundlage des Schiedsspruchs sei nun mit den Kassen in einer zweiten Stufe weiter über die Erhöhung der Vergütung zu verhandeln. Der Vertrag, einschließlich einer neuen Vergütungsvereinbarung, soll zum 1. April 2021 in Kraft treten.

Im allgemeinen Teil des Rahmenvertrages und den Anlagen 3a und 3b habe die Schiedsstelle wichtige Punkte abschließend entschieden, so der VPT weiter. Die bereits inhaltlich konsentierte neue Leistungsbeschreibung, die eine Ausweitung der Regelleistungszeiten vorsah, musste allerdings zurückgenommen werden, um eine durch die Krankenkassen im Schiedsverfahren provozierte Absenkung der Minutenpreise um 14,6 Prozent zu verhindern.

„Nach vielen Monaten zäher Verhandlungen und den bisherigen inakzeptablen Angeboten der Kassen zweifeln die maßgeblichen Verbände inzwischen daran, dass sich ein Kompromiss mit dem GKV-Spitzenverband finden lässt“, so die Reaktion der Vorsitzenden der maßgeblichen Physiotherapieverbände. Dennoch werde man den GKV-Spitzenverband umgehend zu neuen Verhandlungen auffordern.

Hinweis: Der Schiedsspruch sowie der Rahmenvertrag liegen der Redaktion aktuell noch nicht vor. (Stand: 1. März 2021)

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Charlotte Schwarz
12.03.2021 19:28

Sehr geehrter Herr Buchner, diesem Artikel stimme ich ausdrücklich zu!… Weiterlesen »

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