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BMG: Weitere Befragung zur Ausgestaltung der Berufe in der Physiotherapie

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat eine „ergänzende Befragung zu einem Konzeptentwurf über die zukünftige Ausgestaltung der Berufe in der Physiotherapie“ unter anderem an die Physiotherapieverbände geschickt. In einem beigefügten Schreiben werden die Pläne des BMG deutlich. Es soll eine Teilakademisierung in der Physiotherapie geben. Wer Physiotherapeut werden möchte, muss dann eine akademische Ausbildung absolvieren. Wer die nicht möchte, hat weiterhin die Möglichkeit, eine fachschulische Ausbildung abzuschließen und ist am Ende Masseur/Medizinischer Bademeister - wobei die Berufsbezeichnung modernisiert werden soll.
BMG: Weitere Befragung zur Ausgestaltung der Berufe in der Physiotherapie
© iStock: STEVE DEBENPORT

Ein akademischer Abschluss zum Physiotherapeuten würde dann ein abgrenzbares, erweitertes Handlungsspektrum mit sich bringen, wie eine übergreifende Planung und Steuerung der Therapieprozesse, aber auch Forschungstätigkeiten und Leitungsverantwortung.

Der Aufgabenbereich der Masseure und Medizinischen Bademeister würde dann beispielsweise die Durchführung bestimmter Therapien inkl. entsprechender Therapie- und Behandlungsplanung umfassen – auch bestimmte Zertifikatspositionen sollen dann Teil der Ausbildung sein.

Laut des BMG führte das letzte Konsultationsverfahren aus dem Sommer 2021 zu dem Ergebnis, dass sich eine Mehrheit der Befragten für eine solche Aufteilung aussprach. Mit der zweiten Befragung sollen weitere offene Fragen, insbesondere zu den im Rahmen der Ausbildung zu erwerbenden Kompetenzen geklärt werden.

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