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Konsultationsprozess | Einleitung

Reform der Berufe in der Physiotherapie – Das Konsultationsverfahren läuft

Welche Positionen vertreten Politik, Verbände, Experten und die Therapeuten selbst?
Im Mai hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) das „Konsultationsverfahren zur Vorbereitung eines späteren Referentenentwurfs über die Berufe in der Physiotherapie“ eingeleitet. Die Länder und Verbände sind nun aufgerufen, bis 30. Juli 2021 eine schriftliche Stellungnahme abzugeben. Dazu hat das BMG einen Fragenkatalog zusammengestellt. Wir haben parallel bei Politik, Wissenschaft, Schulen, Verbänden und auch den Therapeuten selbst nachgefragt, wie sie sich die Zukunft der Therapieberufe vorstellen.
© lvcandy

Das BMG fragt u. a.: „Welche Position vertreten Sie zu einer möglichen Akademisierung (ggf. Voll- oder Teilakademisierung) der Ausbildung der Physiotherapie? Wie bewerten Sie ein „Nebeneinander“ der fachschulischen und akademischen Ausbildung?“ und „Wie sollten die Ausbildungsziele und Kompetenzen ausgestaltet sein, um den heutigen und zukünftigen Anforderungen an die Berufe der Physiotherapie zu entsprechen?“. Auch die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung und die zukünftige horizontale und vertikale Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung werden thematisiert. Zudem möchte das BMG wissen, ob und welche zusätzlichen Kompetenzen Physiotherapeuten künftig im Rahmen einer akademischen Ausbildung zusätzlich erwerben und eigenverantwortlich ausüben können sollten. Dazu könnten etwa eine physiotherapeutische Diagnostik, die Ausstellung von Krankschreibungen und die Überweisung an Spezialisten zählen.

Den vollständigen Fragenkatalog des BMG können Sie hier einsehen. Wir haben die Fragen auch auf unserer Website veröffentlicht. Auf https://www.up-aktuell.de/umfragepaket/konsultationsverfahren können Sie uns und Ihren Kollegen Ihre Meinung dazu mitteilen und auch die Kommentare der anderen Therapeuten lesen.

Auf den folgenden Seiten haben wir einige der Antworten zusammengestellt. Außerdem erklärt der Gesundheitspolitiker Roy Kühne (CDU) im Interview, wie er sich die Zukunft der Therapieberufe vorstellt. Natürlich haben wir auch bei den Berufsverbänden und Interessenvertretern angefragt. Der SHV verweist auf seine Website. Dort werde über den Gang der Beratungen informiert und voraussichtlich Ende Juni das Arbeitspapier veröffentlicht.  Die Vereinten Therapeuten sowie der IG Thera SH haben uns ihre Positionen bereits übermittelt. Dazu finden eine kurze Zusammenfassung und wir machen Ihnen Appetit auf interessante Podcasts, in denen Experten ihre Vorstellung von der Reform der Berufsgesetze erklären:

Direktzugang wird sich positiv auf die Patientenversorgung auswirken: Verbände und Interessenvertretungen: So stehen IGThera-SH und die Vereinten Therapeuten zur Reform der Berufe in der Physiotherapie

„Wir müssen dafür sorgen, dass wir qualitätsgesichert, hochwertig, evidenzbasiert arbeiten“ – Experten erklären im Podcast, wie sie sich die Zukunft der Therapieberufe vorstellen

„Der Direktzugang findet in der Praxis statt. Wir müssen ihn nur noch legalisieren.“ – Interview mit Dr. Roy Kühne, MdB und Physiotherapeut

Reform der Berufsgesetze: Das sagen die Therapeuten selbst

 

 

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