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Geringere Sozialbeiträge bei Verdienst unter 850 Euro

Wer weniger als 850 Euro verdient, zahlt auch geringere Sozialbeiträge. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel kürzlich entschieden. Entgegen der bisherigen Praxis sei es dabei nicht von Bedeutung, ob der Arbeitnehmer vor dem Eintritt in die sogenannte Gleitzone – aktuell zwischen 450 und 850 Euro – mehr oder weniger verdient hat (Az. B 12 R 4/18R).
Illustration eines Richter-Hammers
© iStock: Anastasiia_New

Im vorliegenden Fall hatte eine Teilzeitbeschäftigte in einer Anwaltskanzlei mit ihrem Arbeitgeber Altersteilzeit vereinbart und ihre Wochenstunden halbiert. Ihr Einkommen sank damit in die Gleitzone. Der Arbeitgeber zahlte weiterhin Sozialbeiträge, berücksichtige aber die in der Gleitzone geltenden Vergünstigungen. Dagegen wehrte sich die Deutsche Rentenversicherung Bund und forderte Beiträge nach. Die Begründung: Die Vergünstigung gelte nur, wenn das Einkommen zuvor unterhalb der Minijobgrenze von 450 Euro lag.  Dem hat das BSG nun widersprochen und mit seinem Urteil erklärt, dass die Vergünstigungen in der Gleitzone auch dann gelten, wenn Geringverdiener in diesen Bereich absinken.

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