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Gesundheitsminister befeuert Selbstverwaltungs-Debatte

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1 Kommentar

  • Reinhard Bethke
    Reinhard Bethke

    Als Teilnehmer des gestrigen Therapiegipfels und “Methusalem” in der Physiotherapie ( weil seit 38 Jahren tätig ), möchte ich folgende Einschätzung abgeben ( auch direkt an Ralf Buchner gerichtet, den ich seit Jahren kenne und sehr schätze ):
    Mein erster Gedanke war, nachdem ich das Eckpunktepapier gelesen habe: “Das ich so etwas noch erleben darf”.
    Nachdem ich in meiner jahrzehntelangen Tätigkeit nahezu ausnahmslos “Verschlimmbesserungen” in unserem Metier erlebt habe, war mit solch einem Positionspapier nicht zu rechnen-und auch nicht mit einer solch positiven Entwicklung, wie wir sie in den letzten Monaten gesehen haben, die in dem gestrigen Therapiegipfel seinen bisherigen Höhepunkt erlebte.
    Ich kann aus meiner Warte nicht beurteilen, wer letztendlich dafür verantwortlich war, dass Jens Spahn sich die Sorgen und Nöte der Therapeuten angehört hat und daraus auch Konsequenzen ziehen möchte, und bereit war, sich einem solchen “Gipfel” zu stellen ( was aus berufspolitischer Sicht der vergangenen 30 Jahre nahezu eine Sensation darstellt )
    Fakt ist, dass nach Jahrzenten ein zuständiger Minister sich mit der Thematik auseinandersetzt und, wie ich meine, Veränderungen auf den Weg bringt, die unsere Situation sehr wohl positiv verändern werden; sofern er zu seinem Wort steht, und diese Dinge nicht nur benennt, sondern auch die Umsetzung durchbringt.
    Neben der Verbesserung der finanziellen Situation, die ganz schnell und zwingend erfolgen muß ( und ja auch schon mit der vorgesehenen bundesweiten Anpassung vorgehesehen ist ) empfinde ich die Verlagerung der Vergütungsverhandlungen auf die Bundesebene, mit dem Spitzenverband der GKV als Gesprächspartner der Berufsverbände, als eine ungeheure Aufwertung unseres Berufsstandes. Unsere Honorare werden auf allerhöchster Ebene verhandelt – das hätte vor Monaten noch niemand zu träumen gewagt. Dies ist, in meinen Augen, ein Meilenstein in der Wertschätzung unserer Berufsgruppe, wie sie seit Jahrzehnten nicht erfolgt ist.
    Das an dem Konstrukt SHV und allen anderen Berufsverbänden sehr viel und begründet kritisiert werden kann ( Ich habe meine langjährige Mitgliedschaft in einem der Verbände auch gekündigt ) , steht doch außer Frage. Aber da müssen sich die Mitglieder oder Nichtmitglieder doch alle an die eigene Nase fassen: Sie sind letztendlich selbst verantwortlich für die Verbandsituation und deren Zustände. Für den Minister ist es vor diesem HIntergrund relativ schwierig, sich Gesprächspartner zu suchen – da ist der SHV doch aus seiner Sicht der Partner, der sich zunächst anbietet.
    Bei aller berechtigten Kritik an dem Eckpunktepapier, bietet es aus meiner Sicht eine große Chance, die in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben war und wir sollten alle daran arbeiten, dass diese Chance genutzt wird.

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