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Neues up-Herausgeberboard geht an den Start

Für einen breiteren Meinungsaustausch in up|unternehmen praxis
Ein vereinendes Medium, das die Meinung aller Heilmittelberufe gleichberechtigt abbildet und den Austausch noch stärker fördert – genau das ist der Weg, den Ralf Buchner zukünftig mit up|unternehmen praxis gehen möchte. Realisiert werden soll diese strategische Neuausrichtung durch ein up-Herausgeberboard. Dr. Barbara Wellner, Logopädin, und Olav Gerlach, angestellter Physiotherapeut, bilden zusammen mit Ralf Buchner das neue Herausgeberteam der up. Die beiden, und zukünftig weitere Vertreter aller Heilmittelberufe, sollen für den nötigen Meinungspluralismus in der up sorgen. Wie das konkret aussehen wird, haben die drei in einem Interview verraten.
Neues up-Herausgeberboard geht an den Start
© iStock: Rawpixel,Arendt Schmolze

Vom alleinigen Herausgeber zum Herausgeberteam – was hat Sie dazu bewegt, diesen Schritt zu gehen, Ralf?

BUCHNER | Wenn man Diskussionen erzeugen möchte, benötigt man unterschiedliche Meinungen. Bei einem Herausgeber einer Zeitschrift ist das dann eben auch nur eine Meinung. Das soll sich zukünftig ändern. Die up soll noch stärker zu einer Plattform für Austausch werden und unterschiedliche Argumente, Themen und Standpunkte abbilden. Dazu braucht es meines Erachtens eine breitere Aufstellung. Gar nicht so sehr auf der redaktionellen Ebene, sondern auf der strategischen. Da ist mir die Idee mit einem Herausgeberboard gekommen. Ich bin auf Barbara und Olav zugegangen und habe sie gefragt, ob sie sich vorstellen können, für den nötigen Meinungspluralismus in der strategischen Ausrichtung der up zu sorgen. Beide haben zugesagt, was mich sehr gefreut hat. In dieser Dreierkonstellation starten wir jetzt als Herausgeberteam. Unser langfristiges Ziel ist es, dass alle Berufsgruppen in dem Herausgeberboard vertreten sind.

Barbara, welchen Part nimmst du in dem Herausgeberboard ein? Und was erwartet die Leser zukünftig?

WELLNER | Im Herausgeberboard vertrete ich die Logopäden. Ich verantworte up_therapiemanagement, die therapeutisch-fachliche Erweiterung der up. Mit dem Herausgeberboard möchten wir verstärkt alle Branchen gleichberechtigt abbilden und die Perspektiven der Therapeuten miteinander abgleichen. Ich wünsche mir, dass wir es schaffen, eine offenere, konstruktivere Kommunikation auf Augenhöhe zu erreichen. Die Heilmittelerbringer sitzen viel mehr in einem Boot, als jede Berufsgruppe für sich glaubt. Ich bin der Meinung, dass wir die bestehenden Probleme stärker zusammen und nicht getrennt voneinander angehen müssen. Durch die strategische Neuausrichtung der up werden sicher spannende Diskussionen gefördert, die dann auch das Magazin an sich verändern werden. Wie genau, das wird sich zeigen.

Das Magazin soll künftig eine Plattform für einen noch intensiveren Austausch sein – zwischen den einzelnen Berufsgruppen, aber auch zwischen den Berufsgruppen und den Verbänden bzw. der Politik?

BUCHNER | Das hoffen wir sehr. Indem wir unser Herausgeberboard um Therapeuten erweitern, möchten wir auch personelle Stärke gegenüber den Verbänden und der Politik zeigen. Unser Ziel ist es, einen kritischen Austausch zu fördern. Und zwar gemeinsam als eine Gruppe. Denn alle Heilmittelberufe haben ganz ähnliche strukturelle Probleme. Zudem finde ich, dass wir die Patienten viel mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rücken müssen. Auch deswegen erweitern wir das Herausgeberteam um Therapeuten wie Olav.

Olav, du komplettierst aktuell das Herausgeberteam. Welchen Background bringst du mit? Und was ist die größte Chance, die du in der strukturellen Umgestaltung der up siehst?

GERLACH | Ich bin angestellter Physiotherapeut, habe aber auch eine lange Zeit in einer leitenden Position gearbeitet. Zusätzlich engagiere ich mich in verschiedenen Vereinen und Initiativen auf berufs- politischer Ebene – unter anderem bei Therapeuten am Limit. Ich bin aktuell noch der einzige an der Bank aktive Therapeut im Herausgeberteam. Das ändert sich hoffentlich bald. Für die Zukunft von up wünsche ich mir, dass wir es schaffen, als konstruktiver Kritiker von einer noch breiteren Masse akzeptiert zu werden. Für die Branche wäre das ein echter Mehrwert. Gleichzeitig bietet die up auch die Chance, eine noch stärkere Plattform für politischen Austausch darzustellen. Über Social Media erreicht man viele Menschen, aber eben nicht alle. Leider fehlt uns nach wie vor ein umfassendes Therapeutenverzeichnis, wie es z. B. eine Kammer bieten würde. Hinzu kommt die enorme Informationsflut im Internet. Diese zu filtern und aufzubereiten, auch das sehe ich als wichtige Aufgabe an.

Vielen Dank für das Gespräch.

[Das Gespräch mit Ralf Buchner, Dr. Barbara Wellner und Olav Gerlach führte Kea Antes]

 

Ausblick:

Neben dem up-Herausgeberboard ist noch eine weitere Neuerung geplant: ein Leserbeirat. Ebenso wie beim Herausgeberboard sollen auch in diesem Beirat alle Heilmittelberufsgruppen vertreten sein – und zwar im Idealfall sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Ziel ist es, das Magazin regelmäßig Revue passieren zu lassen im Sinne einer Heftkritik. Mehr zum Leserbeirat erfahren Sie in der Juni-Ausgabe.

Ralf Buchner:

Neues up-Herausgeberboard geht an den Start

Ralf Buchner, geschäftsführender Gesellschafter, Betriebswirt, Dozent, Fachautor und Gründer der up|unternehmen praxis

ralf.buchner@buchner.de

Dr. Barbara Wellner

Neues up-Herausgeberboard geht an den Start

Dr. Barbara Wellner, Logopädin, fachliche Ressortleitung und verantwortlich für die Fachbeilagen up_therapiemanagement

barbara.wellner@buchner.de

Olav Gerlach

Neues up-Herausgeberboard geht an den Start

Olav Gerlach, Physiotherapeut und Mitglied in der Interessensgemeinschaft für Therapeuten in Schleswig-Holstein

olav.gerlach@buchner.de

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