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Weißbuch „Multiple Sklerose“ fordert mehr Physiotherapie

Trotz zahlreicher Fortschritte in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) fehlen immer noch spezielle Therapieangebote und strukturierte Versorgungskonzepte. Das ist ein Fazit des Weißbuchs „Multiple Sklerose“, das vom IGES-Institut herausgegeben wurde.

© Fotolia, Robert Kneschke

Aus Sicht der Patienten bestehe Verbesserungsbedarf bei der Behandlung der für MS typischen Muskelversteifungen (Spastiken). Physiotherapeutische Angebote könnten hier helfen, erläuterte Dr. Uwe Meier, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Neurologen (BDN), bei der Vorstellung des Weißbuchs. Allerdings erhalte laut der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) jeder dritte MS-Patient keine derartige Therapie. Vernetzte Versorgungsmodelle mit interdisziplinären Behandlungsteams, zu denen neben Neurologen auch Physiotherapeuten und Logopäden gehören, könnten, so die Experten, die Versorgung von MS-Patienten verbessern.

Mehr: Das Weißbuch „Multiple Sklerose – Versorgungssituation in Deutschland“ ist im Springer-Verlag Berlin Heidelberg erschienen und ab Anfang Mai 2016 erhältlich.

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