Die Zahlen aus Heilmittelinformations-System der GKV für 2018 sind veröffentlicht worden und erlauben einen detaillierten Blick auf das Verordnungs- und Therapiegeschehen im vergangenen Jahr. Zwar sind die Umsätze der Praxen mit GKV-Heilmitteln um rund 9,3 Prozent gestiegen, die Anzahl der Behandlungseinheiten ist jedoch bundesweit um 1,6 Prozent zurückgegangen. Das entspricht mehr als 4,6 Millionen Behandlungseinheiten, die Patienten in Deutschland weniger erhielten.

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Der Bundesbericht (Januar bis September 2018) des GKV Heilmittel-Informationssystems (GKV-HIS) zeigt für die ersten drei Quartale 2018 gute und schlechte Nachrichten: Positiv ist, dass die Preise für Heilmittel im Bundesdurchschnitt gestiegen sind, für KG etwa um 15 Prozent, für Manuelle Therapie und KG-ZNS um 16,3 Prozent und für MLD45 sogar um 17,7 Prozent. Allerdings sind die Behandlungseinheiten für Heilmitteltherapie je 1.000 Versicherte im gleichen Zeitraum zurückgegangen.

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Die Umsätze der Heilmittelerbringer mit der GKV haben in 2017 mit 4 Prozent zwar leicht zugenommen, aber die Anzahl der Behandlungen ist stark rückläufig. Das zeigt der Bundesbericht des GKV-HIS 2017. Im vergangenen Jahr rechneten Therapeuten 24 Millionen Behandlungseinheiten weniger mit der GKV ab als noch 2016. Das entspricht einem Rückgang von immerhin 7,5 Prozent.

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Heilmittel-Hitliste GKV-HIS 2016

Sowohl die Bundes- als auch bei die Landesberichten des GKV-HIS bieten eine Art „Heilmittel-Hitliste“ an. Diese stellt die 15 am meisten abgerechneten Leistungspositionen detailliert dar, in der Reihenfolge ihres Umsatzanteils. Veränderungen der Reihenfolge sind ebenso von Interesse wie die Veränderung von Umsatz, Behandlungseinheiten und durchschnittlichem Minutenpreis im Vergleich zum Vorjahr.

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Foto von Baby mit Clipboard

In den vergangenen Jahren ist von Kinderärzten immer wieder bemängelt worden, dass Kinder in vielerlei Hinsicht therapeutisch überversorgt seien. Ein Blick auf die Zahlen des GKV-HIS zeigt, dass das im Bereich der Heilmittel nicht der Fall ist. Die Anzahl der Heilmittelverordnungen für Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis unter 15 Jahren nimmt deutlich ab.

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Foto von Massage der Unterschenkel

Die klassische Massage verlor als GKV-Heilmittel auch im Jahr 2016 weiterhin an Bedeutung. Zum ersten Mal lassen sich jetzt auch bei Leistungen der Wärmetherapie Umsatzrückgänge beobachten. Ganz anders sieht das bei der Lymphdrainage (MLD) aus, hier wachsen sowohl Umsätze als auch verordnete Behandlungseinheiten deutlich. Allerdings hat sich 2016 nichts daran geändert, dass MLD die mit Abstand am schlechtesten vergütete Leistung der Physiotherapie ist.

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Foto von Lupe auf einem Datenblatt

Das GKV-Heilmittel-Informations-System (GKV-HIS) bereitet Berichte zur Ausgaben- und Verordnungsentwicklung im Heilmittelbereich auf und stellt sie im Internet unter www.gkv-his.de bereit. Die Berichte basieren auf den Abrechnungsdaten aller gesetzlichen Krankenkassen. Aus ihnen lassen sich Strukturen und Trends in den jeweiligen KV-Gebieten erkennen und nutzen.

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Das Heilmittel-Informations-System der GKV (GKV-HIS) hat sine Zahlen für das Jahr 2016 veröffentlicht. Wie gehabt unterscheiden sich Art und Anzahl der Verordnungen von Bundesland zu Bundesland erheblich. Ärzte verordneten 2016 deutlich weniger Massage, Wärmetherapie und Kindertherapie, am schlechtesten bezahlt wurden erneut Podologen und Lymphdrainage-Therapeuten.

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