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„Digital Jetzt“: Finanzspritze für neue Technologien

Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Das Coronavirus hat bei vielen zu einem Umdenken in puncto digitale Technologien geführt. Das bietet große Chancen, denn sie können maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beitragen – auch im Heilmittelbereich. Um Investitionen in entsprechende Vorhaben für kleine und mittelständige Unternehmen sowie Freiberufler attraktiver zu machen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das 203 Millionen Euro schwere Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ auf den Weg gebracht – ein Überblick.
„Digital Jetzt“: Finanzspritze für neue Technologien
© clu

1. Wer kann die Förderung beantragen?

Mittelständische Unternehmen aus allen Branchen (inklusive freie Berufe) mit 3 bis 499 Beschäftigten, die Digitalisierungsvorhaben planen.

2. Was wird genau bezuschusst?

Zum einen Investitionen in digitale Technologien, genauer in Soft- und Hardware mit Fokus auf datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz (KI), Cloud-Anwendungen sowie IT-Sicherheit und Datenschutz (Wichtig: Keine Grundausstattung!). Eine neue Software für die Praxisverwaltung oder Buchhaltung ist ebenso denkbar wie ein neuer Webauftritt mit integriertem datenschutzkonformen Terminbuchungssystem. Auch Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten im Bereich Digitalisierung werden bezuschusst.

3. Wie hoch sind die Fördersummen? Müssen sie zurückgezahlt werden?

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten bei Antragsstellung bis zum 30. Juni 2021 eine Förderung von bis zu 50 Prozent, danach von bis zu 40 Prozent. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro, die minimale 17.000 Euro (digitale Technologien) bzw. 3.000 Euro (Qualifizierung der Mitarbeiter). Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

4. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Antrag stellen zu können?

Ihre Praxis muss in Deutschland sein und Sie dürfen Ihr Vorhaben vor der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben. Kommt es zu einer Bewilligung, müssen Sie das Vorhaben innerhalb von zwölf Monaten umsetzen und die Verwendung der Fördermittel nachweisen.

Zudem müssen Sie einen Digitalisierungsplan vorlegen. Dort erläutern Sie das genaue Vorhaben, die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen, den aktuellen Stand der Digitalisierung und die Ziele der Investition (beispielsweise effizientere Gestaltung der Praxisorganisation).

5. Wann startet das Programm und bis wann läuft es?

„Digital Jetzt“ läuft seit dem 7. September 2020. Anträge sind bis einschließlich 2023 möglich.

Hinweis: Aktuell ist das Antragsaufkommen hoch, wodurch es ggf. kurzzeitig zu einem Aufnahmestopp für Neuregistrierungen und Antragstellungen kommen kann. Erneute Registrierungen sollen zum 15. eines Folgemonats möglich sein.

Weitere Informationen zum Programm „Digital Jetzt ­– Investitionsförderung für KMU“ finden Sie unter:  www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html

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