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Diabetischer Fuß: Jede zweite Amputation vermeidbar

In Deutschland werden jährlich bis zu 50.000 Amputationen aufgrund des diabetischen Fußsyndroms (DFS) vorgenommen. Durch flächendeckende, gezielte Maßnahmen könnte diese Zahl deutlich reduziert werden, erklärte kürzlich die Arbeitsgemeinschaft „Diabetischer Fuß“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).
© iStock: ChooChin

„Rund die Hälfte wäre vermeidbar“, betonte AG-Sprecher Dr. Michael Eckhard. Es komme vor allem auf eine frühzeitige Zuweisung des Patienten an eine spezialisierte Behandlungseinrichtung an. Dort liege die Rate der Major-Amputationen nur bei etwa drei Prozent, während sie in der Regelversorgung dagegen noch bei über zehn Prozent liege.

Die Corona-Pandemie habe die Situation noch verschärft, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG), Professor Dittmar Böckler auf einer Online-Pressekonferenz. Seit März seien aus Angst vor einer Infektion viele Patienten mit chronischen Durchblutungsstörungen der Beine nicht zur Vorsorge gegangen – mit schwerwiegenden Folgen. Einige Patienten hätten sich so spät vorgestellt, „dass eine Fußamputation nicht mehr zu umgehen war“.

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