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G-BA beschließt Regelung zum langfristigen Heilmittelbedarf

Diagnosenliste in HeilM-RL aufgenommen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die langfristige Verordnungsmöglichkeit von Heilmitteln neu geregelt.
G-BA beschließt Regelung zum langfristigen Heilmittelbedarf
© G-BA

Die Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) listet zukünftig diejenigen Diagnosen auf, bei denen von einem langfristigen Heilmittelbedarf auszugehen ist und für die somit nicht generell Antrags- und Genehmigungsverfahren nötig sind. Zudem können Versicherte, bei denen keine der gelisteten Diagnosen vorliegt, bei ihrer Krankenkasse eine langfristige Heilmittelgenehmigung beantragen. Neu an dieser Regelung ist nicht das Verfahren selbst, sondern die Tatsache, dass diese Reglung endlich in der Heilmittel-Richtlinie selbst einfließt und damit die Vorgabe des Gesetzgebers aus dem SGB V umsetzt. Bislang haben Krankenkassen und Ärzten die Vereinbarungen über die Diagnosen unter sich vereinbart.

Das Bundesgesundheitsministerium muss den Beschluss nun noch genehmigen. Das sollte in längstens drei Monaten passieren. Vermutlich wird es noch die eine oder andere Beanstandung geben, weil im Beschluss des G-BA auch Dinge geregelt werden, die mit dem langfristigen Heilmittelbedarf gar nichts zu tun haben. Wir informieren Sie nach dem Inkrafttreten über die dann ab dem 1.1.2017 geltenden Details.

Der Beschluss des G-BA und die Begründungen kann man auf der Internetseite des G-BA einsehen.

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