Schritt 3: Versicherungen, Finanzen und Sonstiges – wichtige Stellschrauben im Hintergrund

EINS
Versicherungen auflisten
Betriebshaftpflicht, Gebäudeversicherung, Betriebsausfallversicherung – wenn Ihr einmal ganz genau überlegt, werden Euch einige Versicherungen einfallen, die Ihr für die Praxis abgeschlossen habt. Listet sie mit allen wichtigen Informationen für Eure Notfallvertretung auf. Das sind zum Beispiel:
- Art der Versicherung
- Versicherungsgeber
- Versicherungsnummer
- Ansprechpartner und Kontaktdaten
- Aufbewahrungsort der Police
- Beitrag
- Zahlungsweise (monatlich, halbjährlich, …)
- Fälligkeitstermine
- Zahlungsart
- Bankdaten des Versicherungsinstituts
ZWEI
Alles rund um Finanzen
Sammelt alle Vollmachten für die Praxiskonten zusammen, samt der dazugehörigen Bankdaten, Zugänge für das Online-Banking usw. Diese legt Ihr geschlossen ab. Auch Informationen zu Bankschließfächern, laufenden Finanzierungen und Bürgschaften können hier notiert werden. Dabei geht es vor allem um eine Liste, die aufzeigt, wo die Vollmachten zu finden sind, wer verantwortlich ist usw.
Weiterhin solltet Ihr für Eure Notfallvertretung auflisten, welche regelmäßigen Zahlungen die Praxis leistet:
- Darlehen
- Pachtvertrag
- Mietvertrag
- Gasversorgung
- Energieversorgung
- Wasserversorgung
- Internet der Praxis
- Handyverträge
- Kosten für die Website und Co.
- Wartungskosten für die Praxissoftware
- Zusammenarbeit mit einem Abrechnungszentrum
- Verbandsbeitrag
- Mitgliedsbeitrag
- Sonstige laufende Kosten
DREI
Sonstige betriebliche Dokumente
Überlegt, welche Unterlagen für die Notfallvertretung noch wichtig sein können. Listet auf, wo sie die nötigen Informationen und Verträge finden. Das können sein:
- Gesellschafterverträge
- Verträge mit den Krankenkassen und die dazugehörigen Preislisten (www.gkv-heilmittel.de – Für Heilmittelerbringer – Verträge)
- Grundbuchauszüge
- Informationen, Schlüssel, Verträge, KFZ-Brief usw. für die Dienstfahrzeuge – PKV, E-Bikes usw.
- Verträge zu Reinigungsdiensten, Hausmeisterleistungen, Steuerberater, Rechtsanwalt usw.
- Musterschreiben für Mahnungen an die Krankenkassen
- Individuelle Unterlagen der Praxis
Kurz und knapp: Wie Ihr seht, ist es ein wenig Arbeit, alle für den Notfall wichtigen Unterlagen und Informationen zusammenzusuchen. Aber es lohnt sich. Im Falle eines Unfalls oder einer Erkrankung sichert Ihr damit Euch selbst, aber auch Eure Mitarbeiter:innen und Patient:innen ab. Ihr sorgt dafür, dass die Praxis auch ohne Euch weiterlaufen kann und klärt im Vorfeld jegliche Zuständigkeiten, sodass es im Ernstfall nicht zu Streitigkeiten kommt. Die zuständigen Personen könnt Ihr schon jetzt mit ins Boot holen und sie werden in dem Moment, in dem Ihr ausfallt, nicht von der Situation überrumpelt.
Diese Artikel gehören noch zum Themenschwerpunkt „Für den Notfall vorbereitet – wenn die Praxisinhaberin plötzlich ausfällt“:
Themenschwerpunkt 1.2024: Für den Notfall vorbereitet – wenn die Praxisinhaberin plötzlich ausfällt
Checkliste: Wie gut ist Deine Praxis auf den Notfall vorbereitet?
Schritt 1: Maßnahmen für die Weiterführung der Praxis festlegen
Schritt 2: Trotz Ausfall einen reibungslosen Praxisalltag gewährleisten
Das Notfall-Handbuch: Alle wichtigen Praxisangelegenheiten in einem Ordner
