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Das Notfall-Handbuch: Alle wichtigen Praxisangelegenheiten in einem Ordner

Ihr habt nun Listen geschrieben, Ansprechpartner benannt und Vollmachten erteilt – sehr gut. Nehmt nun alle diese Unterlagen und legt sie in einem Ordner ab. Das geht analog oder auch digital. Mithilfe dieses Ordners kann Eure Notfallvertretung handeln und die Praxis während Eurer Handlungsunfähigkeit – oder auch, falls Ihr sterben solltet – am Laufen halten, Gehälter zahlen oder einen Verkauf abwickeln. Ihr müsst alles in diesem Ordner ablegen, damit eine Vertretungsperson die Praxis weiterführen kann.
Das Notfall-Handbuch: Alle wichtigen Praxisangelegenheiten in einem Ordner
© Notfall-Handbuch

Wenn Ihr ein Notfall-Handbuch erstellt habt, ist es wichtig, dass Ihr Eure Notfallvertretung ins Boot holt und Euch den Ordner gemeinsam anschaut. Geht alle Punkte Schritt für Schritt durch, klärt offene Fragen und informiert anschließend auch Eure Mitarbeiter:innen, wer bei einem Ausfall Eure Vertretung und somit eben neue Ansprechperson des Teams ist.

Nun ist es wirklich Arbeit, ein rechtsicheres und umfangreiches Notfall-Handbuch zu erstellen. Ihr könnt Euch bei der Erstellung an diesem Themenschwerpunkt orientieren oder noch einfacher: Unter www.buchner.de, Artikelnummer: 763-35 könnt Ihr Euch ein Notfall-Handbuch bestellen. Darin findet Ihr Checklisten wie „Was tun, wenn der Chef plötzlich ausfällt“, Erklärungen, aber auch Muster und Vorlagen für Vollmachten, Listen usw. Ihr müsst das Handbuch nur noch ausfüllen und die individuellen Dokumente dort hinterlegen.

Aufbewahrung des Notfall-Handbuchs

Das Notfall-Handbuch sollte an einem sicheren Ort wie einem Tresor oder Schließfach aufbewahrt werden, da es diverse sensible Daten und Betriebsgeheimnisse enthält. Natürlich muss im Notfall aber bekannt sein, wo es aufbewahrt wird und wer es an- wenden darf. Ein Bankschließfach, an dessen Inhalt nach Eurem Tod zunächst niemand gelangen kann, ist daher wenig geeignet. Ihr solltet das Notfall-Handbuch zudem regelmäßig aktualisieren bzw. ergänzen.

Kommunikationsstrategie für den Notfall entwickeln

Ihr hattet einen Unfall oder seid erkrankt, behandelt in Eurer Praxis aber auch Patient:innen. Nun werden diese nach einiger Zeit sicherlich nach Euch fragen. Überlegt gemeinsam mit Eurer Notfallvertretung oder auch im Team, was Ihr den Patientinnen und Patienten in einem solchen Fall sagen möchtet. Es kann auch mehrere Strategien geben, je nachdem, wie lange Ihr ausfallt. Wichtig ist, dass Ihr Euren Patient:innen immer ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, sodass sie das Vertrauen in Eure Praxis behalten.

Diese Artikel gehören noch zum Themenschwerpunkt „Für den Notfall vorbereitet – wenn die Praxisinhaberin plötzlich ausfällt“:

Themenschwerpunkt 1.2024: Für den Notfall vorbereitet – wenn die Praxisinhaberin plötzlich ausfällt

„Im Notfall ist das Schiff ohne Kapitän. Dann sind jeder Vertragsabschluss und jede Banküberweisung problematisch.“ – Interview mit Justiziarin Laura Albrecht

Checkliste: Wie gut ist Deine Praxis auf den Notfall vorbereitet?

Schritt 1: Maßnahmen für die Weiterführung der Praxis festlegen

Schritt 2: Trotz Ausfall einen reibungslosen Praxisalltag gewährleisten

Schritt 3: Versicherungen, Finanzen und Sonstiges – wichtige Stellschrauben im Hintergrund

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