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Ohne Heilpraktiker-Erlaubnis ist Osteopathie ein erhebliches Problem

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3 Kommentare

  • Elunia
    Elunia

    Der Irrsinn kennt keine Grenzen… was bedeutet das denn nun für alle Physio`s die soviel Zeit und Geld in eine osteopathische Ausbildung gesteckt haben???
    Auf der einen Seite soll man nun unbedingt seinen Heilpraktiker machen um überhaupt osteopathisch behandeln zu dürfen…auf der anderen Seite gerate ich dann aber wiederum in ein Interessenkonflikt, da ja eine saubere Trennung vorliegen muss!
    In meinen Augen widersprechen sich die Gerichtsurteile gegenseitig…
    wie kann es möglich sein, dass ein Physio einen beschränkten HP ohne Eignungsprüfung bekommt und dies mit seiner osteopathischen Weiterbildung begründet, jedoch nicht osteopathisch behandeln darf???
    In einem anderen Urteil wurde den Beklagten die Werbung untersagt, weil die Osteopathie nicht ausreichend medizinisch anerkannt sei…
    Vielleicht liegt es aber auch nur ein meiner Fehlinterpretation, dann würde ich mich jedoch freuen, wenn mir jemand einen Weg zeigt, wie ich osteopathisch behandeln darf ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten…
    Für mich liest es sich wie folgt:
    Osteopathie nur mit HP
    HP kann nicht gleichzeitig Osteopathie ausüben

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  • Stefan Konietzko
    Stefan Konietzko

    4. Achten Sie darauf, dass, wenn sie den Voll-Heilpraktiker innehaben, und die Osteopathische Fortbildung erfolgreich absolviert haben, diese nicht in Ihrer eigenen GKV-Praxis umsetzen können. Selbst der angestellte Heilpraktiker tangiert die Zulassung der GKV-Praxis erheblich. Es dürfte nicht machbar sein, die Räumliche/Zeitliche Trennung umzusetzen. HP Leistungen dürfen nicht neben dem üblichen Praxisbetrieb durchgeführt werden. Andernfalls riskieren Sie, dass Wettbewerber sie bei den Krankenkassen anzeigen, dass sie gegen die Rahmenverträge verstoßen. Die anschliessenden Prozesse sollte man sich ersparen. Je nach Schweregrad kann es mit Zulassungsentzug enden.

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    • Ralf Buchner

      Gute Ergänzung: In der Tat hat es schon diverse Abmahnungen von Krankenkassen gegeben, weil die Tätigkeit als Voll-Heilpraktiker nicht ordnungsgemäß von der Kassenpraxis abgegrenzt war. Das ist zwar nicht wirklich zwingend zulassungsgefährdend, aber stellt bei Ärger mit der Krankenkasse ein zusätzliche Problemfeld dar.
      Aber: Es gibt nicht wenige Juristen, die die Zulassungsbedingungen in der jetzigen Form für rechtswidrig halten. Und tatsächlich erhalten viele Therapeuten immer wieder eine Zulassung, obwohl sie gegen die aktuell gültigen Zulassungsbedingungen verstoßen. Höchste Zeit, dass die Verbände sich gegen das Zulassungsverfahren zur Wehr setzen!

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