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Über 33 Millionen Patienten könnten DiGA nutzen

Seit Oktober 2020 gibt es in Deutschland Gesundheits-Apps auf Rezept. Nach einer Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) erhalten jedoch weniger als ein Prozent der Patienten eine sogenannte digitale Anwendung (DiGA), obwohl sie Anspruch darauf hätten. Laut GKV-Spitzenverband wurden zwischen September 2020 und September 2021 rund 50.000 DiGA ärztlich verordnet. Bei einem Verordnungspotenzial von 33,66 Millionen Betroffenen haben demnach nur 0,15 Prozent eine Gesundheits-App auf Rezept auch erhalten.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Rehappy
© Lacheev

Das Verzeichnis erstattungsfähiger DiGA wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht. Darin sind derzeit 31 DiGA gelistet, die das BfArM wissenschaftlich geprüft hat. Das Zi hat sein Online-Tool Anfang Mai für alle Interessierten geöffnet. Der KV-App-Radar, der seit November 2020 online ist, war bislang nur registrierten Ärzten und Psychotherapeuten zugänglich. Die Datenbank verfügt aktuell über rund 3.500 Gesundheits-Apps, die mehrheitlich aus dem Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention stammen – darunter auch die 31 im DiGA-Verzeichnis.

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