GKV-Spitzenverband

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GKV-Spitzenverband

Ausgabe 10/2020 – Die Suche nach dem richtigen Preis: um Prozente feilschen oder kalkulieren?

Faktisch, informativ, ideenreich. Der interdisziplinäre Newsletter für Heilmittelerbinger "up|unternehmen praxis" bringt Sie über die aktuelle Gesundheits- und Berufspolitik, betriebswirtschaftliche Themen, sowie Abrechnungs- und Praxismanagement auf den neuesten Stand.

Physio-Verbände: Verhandlungen zu Vergütung und Rahmenvertrag gescheitert

Gestern Abend, am 24. September 2020, verkündete der VDB-Physiotherapieverband e. V. auf seiner Facebookseite, dass die Vertragsverhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und den vier maßgeblichen Physiotherapie-Verbänden gescheitert sind. Nun muss die Schiedsstelle bei den wichtigen Themen Vergütung und Rahmenvertrag entscheiden.

Physiotherapeuten: Wohl keine Einigung bei Preisverhandlungen

Wie schon bei den Ergotherapeuten (up berichtete) konnten jetzt auch die Physiotherapeuten bei den Vergütungsverhandlungen keine Einigung mit dem GKV-Spitzenverband erzielen. In einem letzten Versuch wollen die maßgeblichen Verbände, der VDB-Physiotherapieverband, der Bundesverband selbständiger Physiotherapeuten (IFK), Physio Deutschland und der Verband Physikalische Therapie (VPT) am 23. September die strittigen Punkte …

Illustration eines Meetings mit bunten Sprechblasen

Erst die Rahmenbedingungen und dann die Preise

Die maßgeblichen Ergotherapie-Verbände haben das Scheitern der Preisverhandlung mit der GKV erklärt. Vermutlich wird das heute am Freitag auch bei den Physiotherapeuten passieren. Dann wird die Schiedsstelle für den Heilmittelbereich getrennt für jeden Fachbereich entscheiden – wenn alles klar geht, innerhalb von drei Monaten, also noch in diesem Jahr.

Ergotherapie: Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband gescheitert

Der Deutsche Verband der Ergotherapeuten (DVE), der Bundesverband für Ergotherapeuten e. V. (BED) und der GKV-Spitzenverband kamen am 8. September 2020 zur letzten Verhandlungssitzung zum Thema Preisverhandlungen zusammen. Da keine Einigung erzielt werden konnte, soll nun die Schiedsstelle Heilmittel über die Preiserhöhung entscheiden. Die Gespräche über den Rahmenvertrag bleiben davon …

Mit 10 Monaten Verspätung: Heilmittel-Schiedsstelle nimmt ihre Arbeit auf

Obwohl die Verhandlungen zu den bundeseinheitlichen Rahmenverträgen schon längst laufen, hat die Schiedsstelle erst vor einigen Tagen ihre Arbeit aufnehmen können – mit zehn Monaten Verspätung. Dabei steht in § 125 Abs. 6 SGB V:„Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die für die Wahrnehmung der Interessen der Heilmittelerbringer maßgeblichen Spitzenorganisationen …

Rahmenvorgaben 2020 verlagern Budgetanpassungen erneut auf Landesebene

Das Ausgabevolumen, das im Jahr 2020 für Heilmittel bereitsteht, soll sich nach den Rahmenvorgaben von KBV und GKV-Spitzenverband um circa 0,9 Prozent erhöhen. Damit soll unter anderem die Verlagerung von Leistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich berücksichtigt werden. Das Budget 2019 soll rückwirkend ebenfalls um 0,9 Prozent angehoben …

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FAQs: Häufige Fragen und Antworten zu den bundeseinheitlichen Preisen

Die Einführung der bundeseinheitlichen Höchstpreise für Heilmittel führt bei manchem Praxisinhaber zu Verunsicherungen. Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten für Sie gesammelt:

Bundesweit geltende Preise veröffentlicht: 24 Prozent höhere Vergütung als im Vorjahr, 900 Mio. Euro mehr im 2. Halbjahr 2019

Der GKV-Spitzenverband hat gerade noch rechtzeitig die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung der bundesweit geltenden Höchstpreise zum 30.06.2019 geschafft. Damit treten zum 1. Juli 2019 neue Preise in Kraft, die den GKV-Heilmittelpraxen im Vorjahresvergleich 24 Prozent höhere Vergütungen bescheren. Deutliche Zuwächse gibt es für alle Fachrichtung, Ost- wie Westländer.

Glosse

Kurz vor Schluss: (Kommunikations-)Fail beim GKV-Spitzenverband

Im Artikel “TSVG beim Bürokratieabbau seiner Zeit voraus” haben wir über die Probleme berichtet, die das TSVG in Sachen Bürokratieabbau bei Genehmigungsverfahren mit sich bringt. Wir haben die Krankenkassen und auch den GKV-Spitzenverband zu deren Interpretation gefragt. Dabei hatten wir uns besonders von letzterem eine zielführende Antwort gewünscht. Schließlich ist …

Kommentar: Korrekturen gut und notwendig!

Mit der Überarbeitung der Zulassungsempfehlungen hat der GKV-Spitzenverband sichergestellt, dass Praxisinhaber auch in Zukunft ihre Praxis einigermaßen wirtschaftlich verlegen, erweitern und verkaufen können. Das ist gut so! Genauso gut ist es, dass kein Praxisinhaber mehr Angst haben muss, eine Wand mitten durch die Praxis ziehen zu müssen, weil eine Krankenkasse …

Bestandsschutz, räumliche Trennung, Anwesenheitspflicht: GKV-Spitzenverband sorgt für mehr Klarheit bei der Zulassung

Seit dem 1. August 2018 gelten die überarbeiteten Zulassungsempfehlungen des GKV- Spitzenverbands, über die wir bereits im Juli auch kritisch berichtet hatten. Jetzt gab es einige Korrekturen und siehe da: Die kritischen Stellen sind zum Großteil behoben worden, es herrscht mehr Klarheit bei der Zulassung und endlich gibt es einen …

Mehr Meldungen von Fehlverhalten im Gesundheitswesen

Den Krankenkassen wurde im Berichtszeitraum 2016/2017 mehr Fehlverhalten im Gesundheitswesen gemeldet als noch 2014/2015. Das geht aus dem jüngsten Bericht des GKV-Spitzenverbandes hervor. Danach nahm die Zahl der externen Hinweise auf Abrechnungsbetrug um 49 Prozent auf etwas mehr als 25.000 zu. Die Anzahl der von den Krankenkassen verfolgten Neufälle ist …

Ärzte und GKV empfehlen Budgetanpassungen auf Landesebene

Das Ausgabevolumen, das im Jahr 2019 für Heilmittel bereitsteht, soll sich nach den Rahmenvorgaben von KBV und GKV-Spitzenverband um circa 0,8 Prozent erhöhen. Allerdings ist geplant, in den Ländern das Budget 2018 rückwirkend um etwa ein Prozent zu kürzen, weil die geplanten Modellversuche zur Blankoverordnung ausgeblieben sind.

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GKV-Spitzenverband: Blankoverordnung streichen – Direktzugang diskutieren

Die Blankoverordnung wird nach Ansicht von GKV-Justiziaren trotz entsprechender Gesetze wohl nicht umgesetzt werden. Stattdessen geht man dort gedanklich bereits den nächsten Schritt und diskutiert über die Möglichkeiten und Risiken des Direktzugangs zur Heilmitteltherapie. So jedenfalls Ende April 2018 bei einer Diskussionsrunde in der Uni Hamburg.

Rahmenvertrag zum Thema Entlassmanagement in Kraft getreten

Schon seit über einem Jahr ist die Änderung der Heilmittel-Richtlinie zum Thema Entlassmanagement rechtskräftig. Die Umsetzung dieser Regelung scheiterte bislang jedoch an einem fehlenden Rahmenvertrag zwischen Krankenhäusern und GKV-Spitzenverband. Seit dem 1.10.2017 ist dieser nun wirksam.

Mit mehr Transparenz gegen den Fachkräftemangel?

Im HHVG (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz) hat der Gesetzgeber festgelegt, dass in den Rahmenempfehlungen auf Bundesebene auch Transparenzvorgaben zum Nachweis tatsächlich gezahlter Arbeitsentgelte vereinbart werden sollen. Dazu hat der GKV-Spitzenverband einen ersten Entwurf vorgelegt, der die Problematik des Themas gut illustriert.

Prüfung mit Durchschnittswerten: In Niedersachsen vereinbaren Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung Einschränkungen der Heilmittelversorgung

In Niedersachen haben GKV und KV eine Heilmittelzielvereinbarung verabschiedet, die die Vertragsärzte dazu motivieren sollen, weniger Heilmittel zu verordnen. Dazu sind die früheren Richtgrößen abgeschafft worden. Stattdessen gibt es wieder Prüfung nach Durchschnittswerten. Damit dürfte es spätestens im zweiten Halbjahr 2017 die ersten Ärzte geben, die aufgrund drohender Regresse weniger …

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Patienten müssen für Schnellschuss zahlen

Ein Kommentar von Ralf Buchner KBV und GKV-Spitzenverband haben es geschafft, schnell und unbürokratisch eine Lösung für das Problem der Lymphdrainage-Verordnungen zu finden. Lymphödem-Patienten im entsprechenden Stadium erhalten so auch weiterhin extrabudgetär ihre medizinisch wichtige Heilmitteltherapie.

Alte Heilmittel-Verordnungsvordrucke gelten bis Mitte 2017

Auch im neuen Jahr 2017 können Ärzte Heilmittel-Verordnungen auf den bisherigen Vordrucken ausstellen. Der GKV-Spitzenverband hat noch einmal bestätigt, dass alle GKV-Kassen im 1. Halbjahr 2017 keine Absetzung vornehmen werden, weil Ärzte auf den alten Vordrucken aus 2016 ihre Heilmittel verordnen.