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Länder und Krankenkassen sollen sich Kosten für Schulgeld teilen – Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz in Leipzig

Die Gesundheitsminister der Länder möchten die Ausbildungsbedingungen für alle nichtakademischen Gesundheitsfachberufe wie Physiotherapie-, Ergotherapie- und Logopädieschüler bis Ende 2019 verbessern. Wie es bereits manche Länder praktizieren, soll bald für alle Therapeuten die Schulgeldfreiheit eingeführt werden – und zwar einheitlich und bundesweit.
© iStock: calvste

Um die entstehenden Kosten zu refinanzieren, fordern einige Gesundheitsminister einen Finanzierungsmix. Neben den Ländern sollen auch die Krankenkassen in Zukunft an den Kosten der Ausbildung für nichtakademische Gesundheitsfachberufe beteiligt werden – so wie es bereits bei den Ausbildungseinrichtungen, die an Krankenhäuser angegliedert sind, üblich ist. „Das muss nun auch für die privaten Schulen gelten“, sagte die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

Auch der Gesundheitsminister aus Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann (CDU), plädiert für die Beteiligung der gesetzlichen Krankenversicherung. Denn: Auf Nordrhein-Westfalen würden etwa 20 Millionen Euro an Kosten zukommen, auf Hamburg circa vier Millionen und Sachsen rechnet mit fünf Millionen Euro. „Und dabei bekommen die jungen Menschen noch nicht einmal eine Ausbildungsvergütung“, sagte Laumann. Auch die müsse kommen, so die Länderminister in Leipzig.

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