Telematikinfrastruktur

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Telematikinfrastruktur

Kommentar

Spahn: Interessen besser bündeln!

Jens Spahn hat sich auf dem Deutschen Pflegetag als Gesundheitsminister verabschiedet. „Wir haben ziemlich viel angepackt“, sagte Spahn. „Aber die Wahrnehmung der Pflegekräfte ist offenbar, dass im eigenen Berufsalltag davon nicht viel ankommt.“ Spahn rief die Pflegebranche dazu auf, ihre Interessen besser zu bündeln. „Obwohl sie die mit Abstand größte …

Modernisierung der Telematikinfrastruktur

Heilmittelerbringern werden die Anlaufschwierigkeiten, die Ärzte mit der Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) hatten, wahrscheinlich erspart bleiben. Die Gesellschafter der Gematik haben die Modernisierung der TI (TI 2.0) beschlossen und damit z. B. das Ende der teuren Konnektoren besiegelt. Gerade rechtzeitig, bevor sich die ersten Heilmittelerbringer damit hätten ausrüsten können.

Heilberufsausweis: Testphase mit Physiotherapeuten startet Ende Oktober

„Freiwillige Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Hebammen testen in der Pilotphase das Antragsverfahren für die elektronischen Heilberufsausweise“, erklärt Stephan Pohlkamp, zuständiger Referent für das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium gegenüber Handelsblatt Inside. Die Pilotphase beginnt Ende Oktober, reguläre Anträge sollen dann ab Anfang 2022 entgegengenommen werden können.

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

1. Januar 2024: Finanzierung der TI-Anbindung für Heilmittelerbringer ist vereinbart

Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur ist nicht ganz billig, deswegen verpflichtet der Gesetzgeber die Kassen, sowohl die einmaligen Investitionskosten also auch den laufenden Betrieb der TI-Anbindung zu finanzieren. Dazu sollen die Heilmittelverbände mit dem GKV-Spitzenverband entsprechende Vereinbarungen schließen, die sich an den Vereinbarungen orientieren sollen, die zwischen GKV und den …

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

1. Juli 2024: Ergotherapeuten, Logopäden, Podologen und Ernährungstherapeuten bekommen Anbindung an die TI erstattet

Damit 2026 die Einführung der elektronischen Heilmittel-Verordnung reibungslos abläuft, müssen alle Heilmittelpraxen in der Lage sein, die Verordnung elektronisch abzurufen. Dafür müssen sie sich an die Telematikinfrastruktur anbinden, zunächst ist dieser Anschluss noch vollkommen freiwillig. Die im Zusammenhang mit der Anbindung an die Telematikinfrastruktur verbundenen Ausstattungs- und weiteren Betriebskosten werden …

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

1. Juli 2024: Vorbereitung für elektronische Heilmittelverordnung abgeschlossen

Um die Telematikinfrastruktur ab dem 1. Juli 2026 auch für die elektronische Übermittlung vertragsärztlicher elektronischer Verordnungen von Heilmitteln nutzen zu können, wird die Gesellschaft für Telematik (Gematik) mit der Erarbeitung der dafür notwendigen Vorgaben bis zum 1. Juli 2024 beauftragt.

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

Mitte 2021: Alle Heilmittelerbringer erhalten Zugriff auf die elektronische Patientenakte

Bisher hatten aus der Berufsgruppe der Heilmittelerbringer lediglich die Physiotherapeuten Zugriff auf die Daten der elektronischen Patientenakte. Dieses Zugriffsrecht wird nun auf alle Heilmittelerbringer ausgeweitet. Sie erhalten Zugriff auf die Daten der elektronischen Patientenakte, die sich aus der Behandlung durch den jeweiligen Heilmittelerbringer ergeben.

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

Am 6. Mai 2021 hat der Bundestag das Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) verabschiedet. Legt der Bundesrat dem Gesetz keine Steine in den Weg, soll es Mitte 2021 in Kraft treten. Heilmittelerbringer werden ausdrücklich im Gesetz berücksichtigt: Sie dürfen künftig zulasten der GKV telemedizinische Leistungen erbringen. …

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

1. Januar 2023: DiGAs liefern Daten in die ePatientenakte, Leistungen von Heilmittelerbringern berücksichtigt

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) müssen ab dem 1. Januar 2023 so programmiert sein, dass die Daten mit Einwilligung des Versicherten in die elektronische Patientenakte übermittelt werden können.

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

1. Juli 2026: Pflicht zur elektronischen Heilmittelverordnung, Heilmittelerbringer müssen sie nutzen

Ab dem 1. Juli 2026 sind alle Ärzte und Zahnärzte verpflichtet, Verordnungen von Heilmitteln elektronisch auszustellen und für die elektronische Übermittlung die Telematikinfrastruktur zu nutzen. Gleichzeitig werden alle Heilmittelerbringer verpflichtet, ihre Leistungserbringung aufgrund dieser elektronischen Verordnung zu erbringen.

Themenschwerpunkt 6.2021: DVPMG

1. Januar 2026: Alle Heilmittelerbringer müssen an die TI angeschlossen sein

Jetzt ist Schluss mit freiwillig: Alle Heilmittelerbringer mit GKV-Zulassung müssen verpflichtend an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein. Bezahlt wird diese Anbindung durch die Pauschalen aus den Finanzierungsvereinbarungen zwischen GKV und Heilmittelverbänden. Vermutlich werden in den Finanzierungsvereinbarungen auch Vertragsstrafen vereinbart, die dann greifen, wenn Praxen nicht rechtzeitig an die TI angeschlossen sind. …

Kommentar

Potemkinsche Dörfer des Bundesgesundheitsministeriums

Als potemkinsche Dörfer wird Vorgetäuschtes bzw. die „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ bezeichnet. Deswegen verdient das in der vergangenen Woche verabschiedete Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG) jedenfalls aus Sicht der Logopäden, Ergotherapeuten und Podologen dieses Etikett.

BSG: Ohne Gesundheitskarte keine GKV-Leistungen

Gesetzlich Krankenversicherte können von ihren Krankenkassen keinen Berechtigungsnachweis in Papierform verlangen. Das hat kürzlich das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden. Wer Leistungen der GKV erhalten möchte, braucht dafür zwingend seine elektronische Gesundheitskarte (Az.: B 1 KR 7/20 R, B 1 15/20 R).

Die Telematikinfrastruktur kommt

Die Telematikinfrastruktur (siehe Box) ist bei Ärzten, Zahnärzten, Apotheken und Krankenhäusern inzwischen fast vollständig umgesetzt. Ab dem 1. Juli 2021 dürfen auch Physiotherapeuten an der Telematikinfrastruktur teilnehmen – wenn denn alles klappt und rechtzeitig umgesetzt wird. Wichtiger Schritt zur Umsetzung ist die Schaffung des elektronischen Gesundheitsberuferegisters, damit elektronische Heilberufs- und …

TI-Anbindung perspektivisch für alle Leistungserbringer

Perspektivisch sollen alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen an die Telematikinfrastruktur (TI), also an das digitale Datennetzwerk der Gesundheitsbranche, angeschlossen werden – auch Heil- und Hilfsmittelerbringer. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion (Drucksache 19/21474) hervor. Nach Auffassung der FDP seien bislang viele Leistungserbringer unzureichend berücksichtigt, …

FDP fordert Ende des Fernbehandlungsverbots

Das Fernbehandlungsverbot soll vollständig abgeschafft und Verordnungen von Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln sowie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen grundsätzlich auch ohne persönlichen Erstkontakt ermöglicht werden. Das fordert die FDP-Bundestagsfraktion in ihrem kürzlich beschlossenen „Digitalpakt für das Gesundheitswesen“. Die Corona-Krise habe gezeigt, wie sehr Deutschland bei der digitalen Transformation des Gesundheitswesens hinterherhinkt.

Telematikinfrastruktur: Darum geht‘s

Neben den umstrittenen digitalen Gesundheitsanwendungen spielen die Telematikinfrastruktur und deren Anwendung eine zentrale Rolle im Digitale Versorgung-Gesetz (DVG). Ärzte und Psychotherapeuten müssen seit dem 29. Juni 2019 an die TI angeschlossen sein. Für Physiotherapeuten ist eine freiwillige Anbindung an die TI für Juli 2021 geplant. Bis dahin bleibt Ihnen ausreichend …

„Wir versuchen, Therapeuten niederschwellige Alternativen zur TI anzubieten.“

Dr. Ulf Maywald kümmert sich zusammen mit ungefähr 160 Mitarbeitern bei der AOK PLUS um die Versorgung der Versicherten mit Arznei- und Heilmitteln. Wir wollten von ihm wissen, wie er zu dem Thema Apps auf Rezept steht und was er davon hält, dass Heilmittelleistungserbringer im Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) bis dato …

TI: Sorgenkind Datenschutz

Sicherheitslücken in der Telematikinfrastruktur (TI) – davor warnte der MEDI Verbund Ende Juni 2019. Und damit ist er nicht alleine, immer wieder wird in den Medien über mangelnde Sicherheit in der TI berichtet. In vielen Fällen ist der Grund dafür, dass der Aufbau in vielen Praxen nicht entsprechend der Empfehlungen …

Telematikinfrastruktur für alle Leistungserbringer – Beschlüsse der 92. Gesundheitsministerkonferenz in Leipzig

Die Telematikinfrastruktur muss perspektivisch alle Leistungserbringer erfassen, damit auch für die Telemedizin ein sicherer Kommunikationskanal zur Verfügung steht. Darauf weist die 92. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) bei ihrem Treffen vom 5. und 6. Juni 2019 in Leipzig hin. Die GMK bittet das Bundesgesundheitsministerium zudem, bis Ende 2019 eine bundeseinheitliche Regelung zur Schulgeldfreiheit …