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G-BA: Frist für Behandlungsbeginn bleibt bei 28 Tagen

Bis die neuen Heilmittel-Richtlinien für Ärzte und Zahnärzte in Kraft treten, bleiben Heilmittelverordnungen weiterhin 28 Tage gültig. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gestern (17. September 2020) beschlossen. Ohne diese Verlängerung wäre die derzeit gültige Sonderregelung zum 1. Oktober 2020 ausgelaufen und wegen der Verschiebung des Inkrafttretens der neuen HeilM-RL die in der aktuellen Version vorgegebene Frist von 14 Tagen wieder gültig geworden.
© Fotolia.com: Gina Sanders

Neben dieser bundesweit gültigen Sonderregelung hat der G-BA aufgrund der Corona-Pandemie weitere Ausnahmeregelungen beschlossen, die regional gelten sollen. Diese räumlich begrenzten und zeitlich befristeten Sonderregelungen können bei steigenden Infektionszahlen in einer Region kurzfristig durch einen gesonderten Beschluss des G-BA in Kraft gesetzt werden. So will der G-BA schnell auf regionale Veränderungen reagieren können, um die Versorgung vor Ort zu unterstützen. Zu den regionalen Ausnahmeregelungen zählt unter anderen die Möglichkeit, eine vertrags(zahn)ärztlich verordnetete Behandlung als Videobehandlung durchzuführen, wenn das aus therapeutischer Sicht möglich ist. Zudem können Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden und auch die telefonische Krankschreibung wird bei Erkrankungen der oberen Atemwege wieder möglich.

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