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Auslastungsprobleme in der Praxis

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Kommentare

  • Nele Mahnken

    Guten Morgen Frau Hoffmann,

    eine Möglichkeit besteht darin, seine Therapeuten zu bitten mögliche Pufferzeiten anzugeben, in denen diese bereit sind mehr zu arbeiten um einen Patientenüberschuß aufzufangen.

    Eine weitere Möglichkeit in Physiotherapiepraxen beispielsweise, besteht darin die Behandlungszeiten anzupassen. Besteht z.B. vorallem in den Abendstunden ein hoher Bedarf an Therapie, dann kann man in der weniger frequentierten Zeit 25 oder sogar 30 Minuten Behandlungen anbieten und in der starkt frequentierten Zeit kürzere Behandlungsintervalle.

    Eine dritte Möglichkeit besteht in einem Arbeitszeitjahreskonto.
    Sie errechnen wie viele Stunden jeder angestellte Mitarbeiter im jahr arbeiten muss, abzüglich Urlaub, Krankheit, Feiertage usw.
    Diese Stundenanzahl muss er leísten. So können Zeiten in denen mehr Therapie nachgefragt wird, abgedeckt werden und Zeiten in denen weniger Nachfrage da ist, abgepuffert werden.

    Weitere Lösungen können Ihnen sicherlich aufgezeigt werden.

    Viele Grüße
    Nele Mahnken

    Antworten
  • Gaby Hoffmann
    Gaby Hoffmann

    Hallo, aber trotzdem habe ich nun keine Lösung für diesen Fall. Auf der einen Seite ausgelastet zu sein, aber nicht zu viel Patienten zu haben und nicht zu wenig. Das ist doch nicht planbar. Überstunden wäre eine Möglichkeit, aber das kann man auch nur begrenzt durchhalten. Oder man muß selber im Notfall denjenigen wegschicken. Welche Möglichkeiten gibt es noch?

    Antworten
  • Björn Schwarz
    Björn Schwarz

    Guten Morgen Frau Strauß,

    vielen Dank für Ihre Nachfrage.

    Damit eine Verordnung auch über die 10 Tagesfrist hinaus die Gültigkeit behält, gibt es die Möglichkeit, das Feld „spätester Behandlungsbeginn am“ auf dem Verordnungsformular zu nutzen. Dort wird der Tag eingetragen, an dem aus ärztlicher Sicht die Behandlung spätestens angefangen werden soll, damit die Therapie noch sinnvoll ist.

    Für Patienten der Primärkassen gilt in Thüringen folgendes:

    Wenn Sie dem ZVK Vertrag beigetreten sind, dann ist dieser Eintrag vom Arzt vorzunehmen. In § 3 des Vertrages zwischen ZVK und AOK steht:

    „(3) Sofern der Vertragsarzt keine Angabe zum spätesten Behandlungsbeginn gemacht
    hat, soll die Behandlung innerhalb von 10 Tagen nach Ausstellung der Verordnung begonnen
    werden. Kann die Behandlung innerhalb dieses Zeitraumes nicht aufgenommen
    werden, ist grundsätzlich eine Neuverordnung notwendig.“

    Gilt für Sie der IFK Vertrag, so können Sie die Absprache mit dem Arzt auch selber händisch eintragen. In § 3 des Vertrages zwischen IFK und AOK steht:

    „(3) Sofern der Vertragsarzt keine Angabe zum spätesten Behandlungsbeginn gemacht
    hat, soll die Behandlung innerhalb von 10 Tagen* nach Ausstellung der Verordnung
    begonnen werden. Kann die Behandlung innerhalb dieses Zeitraums nicht aufgenommen
    werden, ist grundsätzlich eine Neuverordnung notwendig. Dies ist nicht der Fall,
    wenn im begründeten Ausnahmefall zwischen Vertragsarzt und Heilmittelerbringer eine
    abweichende Regelung getroffen wurde, die das Erreichen des angestrebten Therapieziels
    weiterhin sichert. Die einvernehmliche Änderung ist vom Heilmittelerbringer auf
    dem Verordnungsblatt zu dokumentieren.“

    Auch für die Patienten der Ersatzkassen ist es sehr einfach. Nach § 6 Nr. 4a können Sie auch hier nach Rücksprache mit dem Arzt, das Datum des spätesten Behandlungsbeginns selber eintragen.

    „4. a) Für den Beginn der Behandlung ist die Verordnung des Vertragsarztes
    maßgebend. Fehlt eine solche Angabe in der Verordnung, beginnt die Erstbehandlung
    spätestens 10 Tage nach Ausstellung der vertragsärztlichen Verordnung. Kann die Heilmittelbehandlung in dem genannten Zeitraum
    nicht aufgenommen werden, verliert die Verordnung ihre Gültigkeit. Dies ist
    nicht der Fall, wenn im begründeten Ausnahmefall zwischen Vertragsarzt
    und Heilmittelerbringer eine abweichende Regelung getroffen wurde, die das
    Erreichen des angestrebten Therapieziels weiterhin sichert. Die einvernehmliche
    Änderung ist vom Heilmittelerbringer auf dem Verordnungsblatt zu begründen,
    mit Datum und Handzeichen zu versehen und zu dokumentieren
    (Die Begründung erfolgt unten links auf der Rückseite des 1. Blattes der
    Verordnung – Muster 13).

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

    Viele Grüße
    Björn Schwarz

    Antworten
  • Carmen Strauß
    Carmen Strauß

    Guten Tag,
    wie geht das? Zwei Monate Wartezeit – Behandlungsbeginn einer Verordnung ist innerhalb von 10 Tagen -lässt er dann das Ausstellungsdatum vom Arzt ändern?
    Oder gibt es unterschiedliche Auslegungen der HMR?
    MFG
    C. Strauß

    Antworten
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