up|unternehmen praxis

Ausgabe 10/2021

Schwerpunkt: Was ein gutes Betriebsklima ausmacht und wie Sie es posiziv beeinflussen

Faktisch, informativ, ideenreich. Der interdisziplinäre Newsletter für Heilmittelerbinger “up|unternehmen praxis” bringt Sie über die aktuelle Gesundheits- und Berufspolitik, betriebswirtschaftliche Themen, sowie Abrechnungs- und Praxismanagement auf den neuesten Stand.

Für ein gutes Klima

An manchen Tagen strahlt die Sonne vom blauen Himmel, an anderen zieht das ein oder andere Wölkchen vorbei. Manchmal regnet es, die Temperaturen sind frostig oder es kommt ein heftiger Sturm auf. Nein, wir befassen uns in der aktuellen Ausgabe nicht mit dem Wetter, wohl aber mit dem Klima, genauer, dem BetriAebsklima in der Praxis. Denn im Gegensatz zur Witterung draußen, muss man sich damit nicht einfach abfinden. Ganz im Gegenteil, Praxisinhaber sollten sogar bewusst darauf Einfluss nehmen. Spätestens wenn häufiger Gewitterwolken durch die Praxis ziehen und dem ein oder anderen Mitarbeiter Blitze aus den Augen schießen, ist es höchste Zeit, aktiv zu werden. Denn ein schlechtes Betriebsklima wirkt sich negativ auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Erfolg der Praxis aus. Im aktuellen Themenschwerpunkt zeigen wir Ihnen darum acht Handlungsfelder auf, die das Betriebsklima beeinflussen. Wir erklären, wie Sie das Betriebsklima in Ihrer Praxis messen können und wir haben mit der Kommunikationstrainerin Brigitte Harste über das Thema Mobbing gesprochen.

Für kein gutes Klima in der Heilmittelbranche haben die neuen Rahmenverträge gesorgt – sofern überhaupt vorhanden. Podologen und Logopäden haben darauf reagiert und ihre Unzufriedenheit gezeigt, indem sie die GKV einfach mal haben #ZappelnLassen. Die Folge: Bei beiden Berufsgruppen hatten kurz vor Ablauf der Sechs-Monats-Frist noch so wenige Praxen die Anerkenntniserklärung eingereicht, dass die Frist dafür verlängert wurde. Ein deutliches Zeichen in Richtung GKV und Gesundheitspolitik.

Lassen Sie in Ihrer Praxis die Sonne scheinen und haben Sie einen erfolgreichen Monat.

up Magazin für Therapeuten 10/2021
Blick ins Heft...
Mit den besten Grüßen
Yvonne Millar
Yvonne Millar, Redakteurin bei up | unternehmen praxis
Mehr über Yvonne Millar...
Was noch im Heft ist, wir aber nicht erwähnt haben…
  • … ist das Potenzial von KG-Gerät für Patienten und Praxen. Denn mit der medizinischen Trainingstherapie können Patienten länger behandelt und Therapien besser vergütet werden.
  • … ist ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf zu Selbstzahlerleistungen in der Physiotherapie, das etwas mehr Freiraum geschaffen, aber am Umsatzsteuerrisiko nichts geändert hat.
  • … sind Antworten auf häufige Fragen zu befristeten Arbeitsverträgen: Gibt es eine Höchstdauer? Muss der Grund im Vertrag stehen? Welche Formen von Befristung gibt es?

Schwerpunktartikel in dieser Ausgabe

© smolaw11,up

So können Sie das Betriebsklima messen

Ein schlechtes Betriebsklima zeigt sich oft in Form von allgemeinem Unbehagen im…

© GlobalStock

8 Handlungsfelder, die das Betriebsklima beeinflussen

Wir stellen Ihnen acht Handlungsfelder für ein gutes Betriebsklima vor und zeig…

© Arendt Schmolze

„Vielen ist gar nicht bewusst, was Mobbing für die betroffene Person bedeutet“

In einer Therapiepraxis ist ein gutes Betriebsklima unabdingbar – für die Mit…

© RossHelen

Gutes Betriebsklima = erfolgreiche Praxis?!

Fühlen sich Arbeitnehmer am Arbeitsplatz wohl, zeigt sich das in einer positive…

© Ivan Bajic

Faktoren, die am guten Betriebsklima kratzen

Befragungen zeigen immer wieder, dass ein schlechtes Betriebsklima einer der Hau…

Weitere Artikel in dieser Ausgbe zum Beispiel...

© SrdjanPav

Führungsmethode: Arbeitstreffen strukturieren

Regelmäßige Arbeitstreffen mit dem kompletten Praxisteam sind wichtig, etwa um sich gegenseitig auf den aktuellen Stand zu bringen, um komplexe Fälle zu besprechen, um Praxisabläufe zu optimieren und vielleicht auch um die Stimmung zu checken – sprich schlichtweg, um Team und Praxis noch erfolgreicher zu machen. Damit Sie zu hilfreichen Ergebnissen gelangen können, ist es nötig, Besprechungen gut vorzubereiten.

© nd3000

KG-Gerät – Versorgungslücke mit Potential für Patient und Praxis

Seit vielen Jahren gibt es die Position „KG-Gerät – Gerätegestützte Krankengymnastik“. Etwa 30 Prozent aller zugelassenen Physiotherapie-Praxen haben die spezielle Zulassung, diese Position erbringen zu dürfen, doch die Anzahl der für die GKV erbrachten Behandlungseinheiten macht nur etwa ein Prozent aller Behandlungen aus. Das ist überraschend, denn sowohl aus Sicht der Patienten, als auch der Therapeuten und der verordnenden Ärzte spricht eigentlich viel dafür.

© RedStock

EuGH: Arbeitgeber können Tragen von Kopftüchern verbieten

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Arbeitgebern gestärkt, muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuchs am Arbeitsplatz zu verbieten. Dies sei aber nur dann zulässig, wenn der Arbeitgeber damit ein Bild der Neutralität vermitteln oder soziale Konflikte vermeiden will, wie die Richter in zwei Fällen aus Deutschland entschieden (C-341/19, C-804/18).

© iStock: Wolfgang Filser

Urteil: Hohe Steuerzinsen sind seit 2014 verfassungswidrig

Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase seit 2014 sind Steuerzinsen in Höhe von sechs Prozent pro Jahr verfassungswidrig. Ihre Höhe sei „evident realitätsfern“, entschied kürzlich das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Ab 2019 könne das beim derzeitigen Zinsniveau nicht mehr gelten (Az.: 1 BvR 2237/14 u.a.).

© acilo

Seit August verschärfte Meldepflicht für Transparenzregister

Seit dem 1. August 2021 sind die meisten Unternehmen verpflichtet, sich in das Transparenzregister einzutragen. Das elektronische Register war im Juni 2017 durch eine Änderung im Geldwäschegesetz eingeführt worden.

© fizkes

Arbeitgeber darf Corona-Bonus nach Kündigung nicht zurückfordern

Hat ein Arbeitgeber freiwillig einen Corona-Bonus gezahlt, so darf er diesen nicht zurückfordern – selbst dann nicht, wenn der Mitarbeiter kurz darauf kündigt. Das hat jüngst das Arbeitsgericht Oldenburg entschieden (Az.: 6 Ca 141/21).

© iStock: stock_colors

Von der Nase ins Knie

Sie haben Probleme mit dem Knie und sind mit ihrer Nase nicht so wirklich zufrieden? Perfekt, dann können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen bzw. zwei Probleme mit einem Nasenknorpel lösen. Was nämlich an der Nase zu viel ist, kann an anderer Stelle noch sinnvoll eingesetzt werden.

Datenschutz?…! Rechtliche Hinweise auf Social-Media-Plattformen

Von Niels Köhrer, externer Datenschutzbeauftragter für up|plus-Kunden Praxen betreiben regelmäßig eine Internetseite, über die sie Interessenten und Patienten Informationen zu der eigenen Praxis bereitstellen. Immer häufiger werden mittlerweile auch Auftritte auf sozialen Medien gepflegt, um verschiedene Zielgruppen besser erreichen zu können. Weitestgehend bekannt ist die Pflicht zu der Bereithaltung eines Impressums und Datenschutzhinweisen auf einer Website.

© iStock: PURPLEANVIL

Fest angestellt – aber nur auf Zeit

Eine Mitarbeiterin ist schwanger. Durch Mutterschutz und Elternzeit fällt sie zwei Jahre aus. Einige Praxisinhaber entscheiden sich dann dafür, die Stelle befristet zu besetzen. Auch bei einem längeren krankheitsbedingten Ausfall kann dieses Modell zum Einsatz kommen. Doch was müssen Praxisinhaber dabei beachten? Wie sieht es mit Verlängerungen aus? Und sind Verträge auf Zeit auch ohne sachlichen Grund wie Mutterschutz und Krankheit rechtens?

© iStock: Ulf Wittrock

Fachgesellschaften warnen vor Online-Bestellungen von Einlagen

Mehrere medizinische Fachgesellschaften aus der Orthopädie und Unfallchirurgie warnen davor, orthopädische Einlagen online und im Versand zu bestellen. Ohne fachmännische Vermessung drohen gesundheitliche Schäden. Beim Knick-Senk-Fuß beispielsweise kann eine fehlerhafte Einlagenversorgung bis zum Riss der Sehne und Gelenkschäden im Sprunggelenk führen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

© iStock: CAGRI OZGUR

Zentrum für Sport- und Bewegungsmedizin in Leipzig eröffnet

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist ein neues interdisziplinäres Zentrum für Sport- und Bewegungsmedizin eröffnet worden. Das Zentrum verstehe sich als eine Anlaufstelle für Breiten-, Leistungs- und Spitzensportler ebenso wie für Menschen mit sportspezifischen Erkrankungen, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Dazu arbeiten verschiedene Fachdisziplinen zusammen, darunter auch Physiotherapeuten.

© gremlin

Herbsttreffen Patholinguistik findet am 20. November online statt

Das Thema „Interdisziplinär behandeln – Multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Sprachtherapie“ steht im Mittelpunkt des 15. Herbsttreffens Patholinguistik. Es findet am 20. November 2021 von 9 bis 18 Uhr an der Universität Potsdam statt – wie schon im Vorjahr als Online-Veranstaltung.

© londoneye

Themenschwerpunkt 10.2021: Gutes Betriebsklima

Ein gutes Betriebsklima ist in aller Munde. Doch wissen Sie eigentlich, was genau damit gemeint ist? Das Betriebsklima bezeichnet die Qualität der Zusammenarbeit und sozialen Beziehungen in Ihrer Praxis. Die Bedeutung eines guten Betriebsklimas kann kaum zu hoch eingeschätzt werden, denn sie wirkt sich direkt auf die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter aus. In diesem Schwerpunkt zeigen wir Ihnen, wie sich ein gutes von einem schlechten Betriebsklima unterscheidet, welchen Einfluss es auf den Praxiserfolg hat und was Sie ganz konkret tun können, um das Betriebsklima langfristig positiv zu beeinflussen.

© iStock: Kerrick

#ZappelnLassen funktioniert

Während bei den Ergotherapeuten das Schiedsverfahren zum bundeseinheitlichen Rahmenvertrag weiterhin ausgesetzt ist, sind die Podologen und Logopäden schon einen Schritt weiter. Nicht nur gelten ihre Rahmenverträge, auch die ursprünglich angesetzten Anerkennungsfristen von sechs Monaten sind bereits abgelaufen. Sie lesen richtig, die ursprünglichen Fristen. Denn Sie, die Praxisinhaber, haben die GKV #ZappelnLassen, sodass die Fristen verlängert wurden.

© iStock: Milkos

Corona-Quarantäne: Ab November kein Lohnersatz mehr für viele Nicht-Geimpfte

Müssen Nicht-Geimpfte, für die eine Impfempfehlung vorliegt, als Kontaktperson von Corona-Infizierten oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet in behördlich angeordnete Quarantäne, haben sie spätestens ab dem 1. November 2021 keinen Anspruch mehr auf Lohnersatz. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Länder gestern (22. September 2021) verständigt.

© iStock: SIphotography

AOK-Fehlzeiten-Report: Versicherte weniger, aber länger krank

Während der Corona-Pandemie gab zwar weniger Krankmeldungen. Wer aber krankheitsbedingt ausfiel, fehlte über eine längere Zeit hinweg als normalerweise üblich. Das geht aus dem Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WiDO) hervor. Dies betraf den AOK-Daten zufolge vor allem Patienten mit psychischen Erkrankungen: Sie waren im Vergleich vier Tage länger krankgemeldet als vor der Pandemie.

© iStock: sturti

G-BA verlängert Corona-Sonderregeln bis Ende 2021

Angesichts der leichten Übertragbarkeit der Delta-Variante und der noch zu niedrigen Impfquote der Bevölkerung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag (16. September) eine Verlängerung der Sonderregeln bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Die Sonderregeln betreffen die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsinfekten, ärztlich verordnete Leistungen sowie die telefonische Beratung in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung. Die Beschlüsse treten zum 1. Oktober in Kraft.

© iStock: DNY59

Finanzgericht Düsseldorf schafft ein wenig Freiraum für Selbstzahlerleistungen

Ob Leistungen einer Physiotherapiepraxis von der Umsatzsteuer befreit sind, hängt weiterhin maßgeblich vom Vorliegen einer ärztlichen Verordnung ab. Das Finanzgericht Düsseldorf hat in einem aktuellen Urteil den Rahmen für die umsatzsteuerliche Behandlung von Anschlussbehandlungen teils erweitert, teils eingeschränkt. Das umsatzsteuerliche Risiko bleibt also bestehen.

© iStock: PicLeidenschaft

Corona-Regeln für Kurzarbeit bis Ende des Jahres verlängert

Die Bundesregierung hat die aktuellen Kurzarbeiterregeln für Unternehmen in der Krise bis zum Jahresende verlängert. Das Kabinett stimmte am Mittwoch (15. September) einer entsprechenden Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zu. Die vereinfachten Zugangsregelungen wären Ende September ausgelaufen.

© iStock: anilakkus

Heilmittel-Webportal wieder nutzbar

Das Zulassungsportal der ARGEn der Heilmittel ist ab sofort wieder nutzbar. Es sollte ursprünglich am 5. Juli an den Start gehen, war aber aufgrund der aktuellen Schiedsverfahren im Heilmittelbereich vorübergehend nicht online geschaltet.

© iStock: Ivan-balvan

Klinikträger und AOK fordern Auflösung der Sektorengrenzen

Die drei Krankenhausträger Helios, Diakoneo und die Bezirkskliniken Mittelfranken haben gemeinsam mit dem AOK-Bundesverband die vollständige Auflösung der Sektorengrenzen gefordert. „Die Gesundheitsversorgung muss sich zukünftig an den Bedürfnissen der Patienten orientieren und nicht an den Einrichtungen“, erklärte Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Diakoneo.

© deepblue4you

Logopädie: vdek verlängert Anerkennungsfrist für Versorgungsvertrag

Im Zuständigkeitsbereich des Verband der Ersatzkassen (vdek) wurde die Anerkennungsfrist für den Versorgungsvertrag Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie bis zum 15. Dezember 2021 verlängert, das teilt der dbl in einer Meldung mit. Man gehe davon aus, dass sich auch die ARGEn, die in den Verantwortungsbereich anderer Krankenkassen fallen, an die Empfehlung des BMG halten werden.

© Andrey Popov

Beitragsbemessungsgrenze bleibt laut Referentenentwurf 2022 unverändert

Aus dem aktuellen Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2022 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) geht hervor, dass die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung 2022 voraussichtlich unverändert bei 58.050 Euro jährlich bleiben wird. Für Versicherte bedeutet das: Einkommen bis zu dieser Grenze ist beitragspflichtig. Für darüber liegende Einkommen werden keine Versicherungsbeiträge fällig.

© GKV-Spitzenverband

Logopädie: Verordnungsberichtsvorlage überarbeitet

Seit 8. September 2021 gibt es eine neue, überarbeitete Verordnungsberichtsvorlage (Anhang A zu Anlage 1 des Versorgungsvertrages), wie der dbl mitteilt. Die Änderungen seien ein Entgegenkommen der Verbände dlb, dbs, dba und Logo Deutschland gegenüber der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Diese hatte etwa im Bereich des Begründungsfeldes auf ein Aufgreifen des Wortlauts aus § 16 Abs. 7 des Heilmittel-Richtlinie gedrängt.

© iStock: anyaberkut

GKV-Finanzergebnisse: Heilmittelausgaben um 23 Prozent gestiegen

Die Heilmittelausgaben sind im ersten Halbjahr 2021 überproportional um über 23 Prozent gestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Entwicklung der GKV-Finanzen hervor. Diese hohen Zuwächse seien auf deutliche Preisanhebungen zurückzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

© Prostock-Studio

Online-Veranstaltung zum Thema Schlaganfall bei Kindern am 6. Oktober

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe veranstaltet am Mittwoch, den 6. Oktober gemeinsam mit der Schön Klinik Vogtareuth und dem Netzwerk Pediatric Stroke einen Expertenkreis zum Thema kindlicher Schlaganfall. Die kostenlose Online-Veranstaltung richtet sich an Kinder- und Jugendärzte sowie therapeutisches Fachpersonal.

© sturti

KVH beschäftigt sich mit der Zukunft der ambulanten Gesundheitsversorgung

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) werden in der ambulanten ärztlichen Versorgung immer wichtiger. Seit Jahren steigt ihre Zahl an und damit auch die Zahl der Mediziner, die nicht als selbständig niedergelassene, sondern als angestellte Ärzte im ambulanten Sektor arbeiten. Auf dem 3. Versorgungsforschungstag der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg haben Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Selbstverwaltung kürzlich darüber diskutiert, was diese Entwicklung für die zukünftige ambulante Versorgung bedeutet.

© matdesign24

Physiotherapie: Fragen-Antworten-Katalog zum Rahmenvertrag aktualisiert

Der GKV-Spitzenverband und die maßgeblichen Physiotherapie-Verbände haben im August gemeinsam einen Fragen-Antworten-Katalog (FAK) zum neuen Rahmenvertrag für Physiotherapeuten erstellt (wir berichteten). Die Erstversion wurde nun überarbeitet (Stand: 2. September 2021) und ist über die Website des GKV-Spitzenverbands abrufbar.

© Artem Zakharov

Corona-Impfung: Bundestag beschließt Auskunftspflicht für bestimmte Berufsgruppen

Beschäftigte in Pflegeheimen, Kitas und Schulen müssen ihrem Arbeitgeber künftig Auskunft darüber geben, ob sie gegen Covid-19 geimpft sind. Das hat der Bundestag gestern (7. September 2021) im Rahmen von Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschlossen. Durch die Auskunft über den Impfstatus soll es Arbeitergebern ermöglicht werden, diesen bei der Organisation des Arbeitsalltags zu berücksichtigen und beispielsweise ungeimpfte Mitarbeiter, wenn möglich, in Bereichen mit weniger Personenkontakt einzusetzen.

© iStock: BrianAJackson

DAK-Hotline zum Thema Long Covid

Unter der Rufnummer 040 325 325 922 bietet die DAK-Gesundheit als bundesweit erste Krankenkasse eine Hotline zum Thema Long Covid an. Das kostenlose Angebot steht Versicherten aller Krankenkassen offen und ist montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr zum Ortstarif erreichbar. Auf Wunsch ist die Beratung auch anonym, heißt es in der DAK-Mitteilung.

© urbazon

Umfrage: Viele Soloselbständige durch Arbeit stark belastet

Viele Soloselbständige fühlen sich durch ihre Tätigkeit stark belastet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 800 Freiberuflern. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) für die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Der iga.Report 46 sollte herauszufinden, wie gut Soloselbstständige Arbeit und Gesundheit in Einklang bringen.

© iStock: jirsak

Drei Viertel der Deutschen mit Gesundheitsversorgung vor Ort zufrieden

Drei Viertel der Deutschen bewerten die Qualität ihrer Gesundheitsversorgung vor Ort mit „gut“, „sehr gut“ oder „ausgezeichnet“. Allerdings gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen Stadt und Land – die Zufriedenheit in den Städten (76 Prozent) ist sehr viel größer als im ländlichen Raum (45 Prozent). Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YOUGOV unter mehr als 2.000 Erwachsenen, die im Auftrag von „Wahlradar Gesundheit“, einer Initiative der deutschen Apotheker zur Bundestagswahl 2021, durchgeführt wurde.

© iStock: BrianAJackson

Versorgungsvertrag Logopädie: BMG spricht sich für längere Anerkennungsfrist aus

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) spricht sich in einem Schreiben vom 31. August 2021 an den GKV-Spitzenverband dafür aus, die Anerkenntniserklärung für den Bereich der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie um drei Monate zu verlängern. Demnach hätten Logopäden dann bis zum 15. Dezember 2021 Zeit, dem Versorgungsvertrag zuzustimmen, ohne dass es zuvor zu einem Entzug der Zulassung kommt.

© iStock: Yevhenii Orlov

Corona-Arbeitsschutzverordnung verlängert und ergänzt

Die epidemische Lage von nationaler Tragweite in Deutschland wird bis zum 24. November 2021 verlängert. Daran gekoppelt ist auch die Verlängerung der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Die bisherigen Regelungen bleiben weitestgehend bestehen und wurden um wenige Neuerungen ergänzt, die zum 10. September in Kraft treten – u. a. um die Pflicht, Mitarbeiter über die Risiken einer Corona-Erkrankung und die bestehende Möglichkeit einer Impfung zu informieren.

© ArkD

Bundestag verlängert epidemische Lage bis Ende November

Der Deutsche Bundestag hat die epidemische Lage von nationaler Tragweite um drei Monate verlängert – und zwar bis zum 25. November 2021. Mit der Verlängerung geht einher, dass Krankenhäuser im Rahmen des Entlassmanagements weiterhin Heilmittel nicht nur für eine Dauer von bis zu sieben Tagen, sondern bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus verordnen können.

© AnnettVauteck

Übergangsfrist für eAU bis Jahresende vereinbart

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich mit dem GKV-Spitzenverband über eine Übergangsfrist für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) geeinigt. Zwar soll sie wie geplant am 1. Oktober 2021 starten, Arztpraxen, die nicht rechtzeitig mit der nötigen Technik ausgestattet sind, können aber weiterhin den „gelben Schein“ auf Papier nutzen, teilte die KBV mit. Trotz Übergangsregelung rät die KBV den Ärzten, sich zügig auf die Umstellung vorzubereiten und u. a. einen KIM-Dienst (Kommunikation im Medizinwesen) zu bestellen.