Ausgabe up 1-2018 | Rubrik Branchennews

37,4 Millionen Verordnungen im Jahr 2016 – WIdO-Heilmittelbericht 2017 erschienen

vom: 21.12.2017

Im Jahr 2016 haben Ärzte insgesamt 37,4 Millionen Heilmittelverordnungen mit 44,9 Millionen Leistungen an die 71,4 Millionen GKV-Versicherten ausgegeben. Das geht aus dem neuen Heilmittelbericht 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.

Von den GKV-Heilmittelversordnungen fielen 84,3 Prozent auf die Physiotherapie, 6,9 Prozent auf die Ergotherapie, 4,9 Prozent auf die Logopädie und 3,9 Prozent auf die Podologie. Da die Leistungen in Ergotherapie und Logopädie aber vergleichsweise teuer seien, so das WIdO, hatten sie mit 15,0 beziehungsweise 11,9 Prozent einen deutlich größeren Anteil am Heilmittelumsatz.

Frauen gehen häufiger zur Physiotherapie als Männer

Die mit großem Abstand häufigste Diagnose bei einer physiotherapeutischen Verordnung seien 2016 unspezifische Rückenschmerzen gewesen, sie waren laut WIdO der Anlass für die Behandlung bei fast jedem dritten physiotherapeutischen Patienten (31,5 Prozent). Ein weiteres Ergebnis des Heilmittelberichts: Frauen gehen deutlich häufiger zur Physiotherapie als Männer. Während 21,4 Prozent der AOK-versicherten Frauen im Jahr 2016 eine Physiotherapie nutzten, waren es bei den Männern nur 13,4 Prozent.


Bildnachweis: ©fotolia/Rolf Richter

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  • Dieser Artikel zeigt wieder einmal, wie nachlässig mit Zahlenmaterial umgegangen wird und dabei mit dem Mantel der Wissenschaft „falsche Wahrheiten“ publiziert werden. Diesen Artikel werden viele Ärzte lesen, zur Kenntnis nehmen und gegenüber Patienten und Therapeuten das schlagende Argument ins Feld führen: Ergotherapie und Logopädie sind zu teuer und können deshalb nicht (weiter) verordnet werden. Das hier in beiden genannten Bereichen mit anderen Zeitfenstern gearbeitet wird, unterschlägt diese Nachricht. Das die Kosten, auf Minutenpreise umgerechnet, kaum Unterschiede machen wird nicht mitgeteilt. Es hängt einem mittlerweile zum Hals raus, wie von Seiten der Kassen mit ihren Studien und Berichten falsche Behauptungen aufgestellt werden um die Heilmittelerbringer gegeneinander auszuspielen und bestimmte Bereiche nach und nach auszubremsen.

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