Ausgabe up 3-2018 | Rubrik Branchennews

Heilmittelverband: Zuzahlung für GKV-Patienten abschaffen!

vom: 07.02.2018

Der Spitzenverband der Heilmittelerbringer (SHV) fordert ein Ende der Zuzahlung bei Heilmittelverordnungen. SHV-Vorsitzende Ute Repschläger sieht darin einen klaren Nachteil für Kassenpatienten. Denn nur sie betrifft die Zuzahlungspflicht. Sie abzuschaffen wäre also ein Schritt, um die Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten zu beseitigen und hätte zudem den Vorteil, dass der bürokratische Aufwand für Therapeuten reduziert würde. So bliebe mehr Zeit für die Patienten.

Nach § 61 Satz 3 SGB V müssen gesetzlich Krankenversicherte pro Verordnungsvordruck zehn Euro plus zehn Prozent der Behandlungskosten an den Therapeuten zahlen. Dieser gibt das Geld dann weiter an die zuständige Krankenkasse. Bei einem durchschnittlichen physiotherapeutischen Rezeptwert (in 2016) von 174 Euro liegt die durchschnittliche Zuzahlung somit bei 27,40 Euro je Verordnung.

Bildnachweis: Fotolia: Zerbor

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  • Frau Repschläger behält nur recht wenn Therapeuten bei privat Versicherten nach Beihilfe taxieren. Wer z.b. nach GebühTh abrechnet weiß, daß diese in den allermeisten Fällen auf einem nicht unerheblichen Anteil sitzen bleiben. Diese Erstattungsdifferenz kann durchaus als Selbstbehalt gewertet werden.

  • Falsch!! Er gibt die Zuzahlung nicht an die Krankenkasse weiter. Sie wird vom Rezeptwert insofern abgezogen, so das die Kasse nur den Wert erstattet ohne ZZ. Den ZZ Betrag behält die Praxis.

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