Ausgabe up 4-2018 | Rubrik Branchennews

Gutachten des ZVK-Bayern erstmals mit bundesweiten Daten

vom: 07.03.2018

Der wirtschaftliche Druck auf Physiotherapiepraxen ist nach wie vor hoch. Das geht aus der aktuellen Auflage der betriebswirtschaftlichen Analyse von Physiotherapiepraxen (PhysioPraX) des ZVK-Landesverbands Bayern hervor. So erwirtschafteten 2015 knapp 30 Prozent der teilnehmenden Praxen einen Jahresumsatz zwischen 70.000 und 170.000 Euro und damit einen durchschnittlichen jährlichen Reinertrag von rund 46.000 Euro je Praxisinhaber. So verbleibe dem Praxisinhaber ein monatlich verfügbares Einkommen von durchschnittlich 1.420 Euro. Etwa sechs Prozent der Teilnehmer erwirtschafteten laut ZVK weniger als 70.000 Euro. Hier liegt der durchschnittliche Reinertrag bei etwa 22.000 Euro, das monatlich zur Verfügung stehende Einkommen bei 894 Euro.

Seit 2011 führt der ZVK-Landesverband Bayern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) eine Analyse der betriebswirtschaftlichen Situation von Physiotherapie-Praxen durch. Die aktuelle Auswertung ist die vierte ihrer Art. Sie umfasst erstmals bundesweite Daten aus 477 teilnehmenden Praxen (davon 125 aus Bayern) und bezieht sich auf die wirtschaftliche Situation des Jahres 2015.

Bildnachweis: iStock: wutwhanfoto

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  • Sehr geehrte Frau Becker-Hagen,

    viele Dank für Ihre auführliche Antwort.

    Hoffen wir das Beste.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Jana Kondratjew-Schade

    Sie schrieben:

  • Guten Abend,
    was passiert mit dieser Analyse?
    Landet diese, gelinde gesagt, in der Schublade oder wird sie weitergeleitet zu höheren Instanzen?
    Ich denke, dass alle Therapeuten um ihren Stand und Lage wissen, dazu bedarf es keiner weiteren Analyse.
    Sinn macht die Analyse eher, wenn daraus Konsequenzen gezogen werden.

    Viele Grüße,
    Jana Kondratjew Schade

    • Sehr geehrte Frau Kondratjew-Schade,
      die Daten aus der Analyse liefern uns als Verband hervorragendes, valides Zahlenmaterial für unsere Verhandlungen mit Krankenkassen und Politik, die wir in der Vergangenheit bereits mehrfach äußerst erfolgreich nutzen konnten. Sei es nun bei den RVO-Verhandlungen hier in Bayern oder bei unseren Aktivitäten auf politischer Ebene, um auf die prekäre finanzielle Situation der Physiotherapie-Praxen hinzuweisen. Aufgrund der großen Bedeutung des Gutachtens haben sich 2018 neben PHYSIO-DEUTSCHLAND auch die anderen großen Berufsverbände (IFK und VPT) der Analyse angeschlossen – damit werden die Daten noch einmal deutlich an Bedeutung gewinnen! Die nächste Erhebungsphase startet im April 2018 und wir hoffen natürlich auf möglichst viele Teilnehmer!

      Herzliche Grüße
      Silke Becker-Hagen
      Pressesprecherin PHYSIO-DEUTSCHLAND, LV Bayern

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