Ausgabe up 9-2018 | Rubrik Branchennews

Wartezeitenbarometer zeigt Versorgungsprobleme in der Physiotherapie

vom: 07.08.2018
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Eine zeitnahe physiotherapeutische Versorgung von Patienten ist aktuell in Deutschland nicht zu gewährleisten. Das zeigt die erste bundesweite Online-Befragung zum „Wartezeitenbarometer Physiotherapie“ im Juli 2018. Initiiert wurde die Umfrage vom Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) und dem Verband Physikalische Therapie (VPT). Über 2.000 Physiotherapeuten aus allen Bundesländern hatten sich zu Wartezeiten auf Termine und zur Suche nach Mitarbeitern geäußert.

Das Ergebnis untermauert laut Verband den Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Bei 51,7 Prozent der befragten Praxen warten Patienten drei Wochen und länger auf einen Termin. Ist ein Patient auf einen Hausbesuch eines Therapeuten angewiesen, dauert es in fast zwei Dritteln (66,3 Prozent) der Praxen vier Wochen und länger bis zum ersten Behandlungstermin. 72,7 Prozent der teilnehmenden Praxen waren im letzten Monat auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Knapp 44 Prozent der Praxisinhaber haben dabei Vollzeitstellen zu vergeben.

Bildnachweis: iStock: BrianAJackson

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  • Vielleicht sollte man eine einfache Rechnung machen. Die Preise für die Leistung in der Physiotherapie steigen, es nutzt uns aber nichts, wenn die Ärtzeschaft das gleiche Budget hat und ständig durch Regressforderungen bedroht wird. Man kann es so mathematisch ausdrücken: Der Artz hat früher 100 Verordnungen ausgestellt und stellt jetzt fest, dass er immer noch mit der GKV zu tun hat und die gleiche Summe auf 70 Verordnungen verteilen muss. Die Mathematik sagt uns, es müssen weniger Therapeuten tätig sein, um wirklich einen höheren Umsatz zu sehen. Wer denkt, dass höhere Vergütungen ganz gut mit mehr Mitarbeitern harmonieren, wird irgendwann feststellen müssen, dass es nicht der richtige Weg war.

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