21 Millionen Euro für Versorgungsforschung

vom: 18.07.2006

Rund 21 Millionen Euro stellt ein Bündnis aus Bundesregierung und Sozialversicherungsträgern für die Forschung im Bereich “Chronische Krankheiten und Patientenorientierung“ zur Verfügung.

Die Forschungsgelder werden an verschiedene Antragsteller vergeben, darunter auch an Einrichtungen der Gesundheitsversorgung wie Rehabilitationseinrichtungen und Praxen. Die Bewerbungsfrist endet am 7.10.2006. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie als Praxisinhaber eine formlose Projektskizze abgeben. Die Ergebnisse der Forschung sollen dazu genutzt werden, die Patienten besser zu versorgen. Die langfristige Wirksamkeit der Versorgungsleistung, in die chronisch Kranke einbezogen werden und an der sie aktiv beteiligt sind, steht im Mittelpunkt. Erreicht werden soll auch, dass sich die “Akteure im Gesundheitswesen“ besser in ihrem Berufsfeld orientieren können – bezüglich Qualität, Nutzen und Nachhaltigkeit von Versorgungsleistungen.
Insgesamt sucht die Jury Projekte zu drei großen Forschungsfeldern: “Bedarfsgerechte Patienteninformation“, “Schulungsprogramme für chronisch kranke Menschen“ und “Organisation einer partizipativen Versorgungsgestaltung“. Vielleicht haben Sie in Ihrer Praxis ein passendes Projekt laufen? Dann bewerben Sie sich damit! Sie können bis zu drei Jahre lang Fördermittel für Ihre Projekte erhalten.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Im ersten Schritt reichen Sie Ihre Projektskizze ein. Diese bewertet dann ein Kreis unabhängiger Gutachter. Ist die Bewertung positiv ausgefallen, können Sie im zweiten Schritt die förmlichen Förderanträge einreichen. Die Initiatoren empfehlen allen Interessierten, sich mit dem Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR ) der dem Deutschen Rentenversicherungsbund in Verbindung zu setzen. Dort sind mehr Informationen und Erläuterungen zum Procedere erhältlich. Die Richtlinien, Kontaktadressen und Telefonnummern finden Sie im Internet unter http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/1277.php.

Hinter dem Forschungsprojekt stehen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die deutsche Rentenversicherung (DRV), die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV).
Seien Sie mutig und bewerben Sie sich mit Ihren Projekten! Denn nur so können Sie für Ihre Ideen vielleicht einen ordentlichen Projektzuschuss kassieren.

(Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (gemeinsame Presseerklärung): Starkes Bündnis für die Versorgungsforschung. Bundesregierung und Sozialversicherungsträger vereinbaren gemeinsamen Förderschwerpunkt, Siegburg, 7. Juli 2006)

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