Ausgabe up 12-2017 | Rubrik Branchennews

GKV veröffentlicht Abrechnungsdaten des 1. Halbjahres 2017

vom: 01.12.2017

Die neuesten Zahlen des GKV-Spitzenverbands zu Behandlungseinheiten und Umsätzen in der Heilmittelbranche sind da: Massage, Warmpackungen und KG-Gerät verlieren deutlich, Ergotherapie und Podologie legen stark zu.

Viermal im Jahr veröffentlicht der GKV-Spitzenverband die HeilmittelAbrechnungsdaten. Jetzt sind die Zahlen für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht worden und erlauben detaillierte Einblicke in das Verordnungsgeschehen auf dem Heilmittelmarkt: 7,7 Prozent Umsatzzuwachs je 1.000 Versicherte hört sich gut an, aber es lief nicht für alle Beteiligten so rund. Das zeigt sich in den sehr unterschiedlichen Entwicklungen über die Fachbereiche und Regionen hinweg.

Harte Zeiten für Masseure und med. Bademeister

Noch schlimmer als der Umsatzrückgang von 8,6 Prozent ist für Masseure und med. Bademeister der Rückgang der Behandlungseinheiten um mehr als 12 Prozent. Auch Warmpackungen befinden sich weiter auf dem Rückzug: 5,7 Prozent weniger Behandlungseinheiten im 1. Halbjahr 2017 sind im Vergleich zum Vorjahr zu verbuchen, das führt, verrechnet mit leicht erhöhten Preisen, zu einem Umsatzrückgang von 2,6 Prozent.

Allen Investitionen in Geräte zum Trotz verliert auch die Position KG-Gerät deutlich: Über 3 Prozent weniger Behandlungseinheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum werden in den GKV-HIS Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 ausgewiesen. Aufgrund von Preissteigerungen kann hier trotzdem noch ein leichter Umsatzzuwachs von 1,3 Prozent verbucht werden.

Ergotherapie, Podologie sowie MLD und MT wachsen deutlich

Wachstumssieger sind die Ergotherapeuten mit einem Zuwachs an Behandlungseinheit von fast 10 Prozent bei motorischen Störungen und die Podologen mit über 9 Prozent bei der Podologischen Komplexbehandlung. Bei den Physiotherapeuten gewinnt MLD-60 mit 5,4 Prozent mehr Behandlungseinheiten, gefolgt von Manueller Therapie mit einem Plus von 5,3 Prozent. Beide Positionen profitieren von deutlich verbesserten Minutenpreisen, MLD-60 bringt jetzt pro Minute 64 Cent Umsatz, die Manuelle Therapie 90 Cent. Und das sind nur Durchschnittswerte aus ganz Deutschland – inzwischen kratzt der Minutenpreis für Manuelle Therapie in einigen Regionen bereits an der 1-Euro-Grenze.

In der Januar-Ausgabe von up|unternehmen praxis werden wir ausführlich über die Branchenzahlen des ersten Halbjahres 2017 berichten. Wer nicht solange warten will, der findet die aktuellen Zahlen des GKV-Spitzenverbands im Internet unter www.gkv-his.de.


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